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Zweyte Abtheilung, Zehnter Band (1795)
Entstehung
Seite
184
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auf die starken Veranlassungen, die man ihr dazugab, sehr bösartig geworden scyn würde.

Die hochselige Kömginn Isabelle von Castilieneine ei, sichtSvolle, tugendhafte und christgläubige Für-stin« pflegte zu sagen: l)us ei k'ruto 6s In Ole-visneis sn uns di,s^ns 6s Avsn 6eI6s6, ^ 6s^.nimo Fnsnfls, co6isiol's 6s vsv6u6si s tsson-rs, ftn 6u6s ss mg8 6ulcs <^us guslc^uisns

VsnFrmxs, 3UNHU6 iss emfti-6n6i6s sonßufto

^itulo:Die Frucht der Gnade bey einer sehr schö-nen, großmüthigcn und Ehr - begierigen Königinnscy süsser, als jede Rache, wenn sie auch noch sogegründet und rechtmäßig sty."

Diese Königinn beobachtete diese Regel heiligund getreu. Um sich den Befehlen Gottes gemäß zubetragen, welchen sie jederzeit geliebt, gefürchtet undandächtig angcbctet hat. Jetzt, da die Welt sie ver-lassen hat, und sie verfolgt, hat sie ihre einzige Zu-fluchtzu Gott genommen, und hält gewöhnlich alleTage, und sehr andächtig Gottesdienst, wie ich vonLenen gehört habe, die sie in ihren bedrängten Um»ständen gesehen haben, unterläßt nie, sich Messe lesenzu lassen, geht oft zum heiligen Abendmahl, undliest fleißig in der heiligen Schrift, welche ihr Ruheund Trost gewährt.

Sie ist sehr bemüht, sich alle guten Bücher, dieReligion sowohl als weltliche Dinge betreffend, anzurschaffen und hat sie einmahl Eins zu lesen angefangen,so läßt sie, es sey so groß und lang wolle, nichtab und hört nicht auf, bis sie es durchgclesen hat,worüber sie oft Effen und Schlaf versäumt. Sieselbst schreibt sowohl in Prosa, als in Versen und eslaßt sich gar nicht anders erwarten, als daß ihre Auf-sätze sehr schön, gelehrt und unterhaltend seyen: dennsie besitzt ganz VaS Talent dazu und würde man sie

heraus-