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Zweyte Abtheilung, Zehnter Band (1795)
Entstehung
Seite
177
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ebenfalls ganz dieser Meinung, ungeachtet ich ihnauch noch von den Königinnen von Spanien undSchottland sehr gut tanzen gesehen habe.

Ich sah sie gleichfalls den italienischen Tanz Paz-zamenv sehr schön tanzen, worin sie bald mir ernster Hal-tung und Miene und mit feyerlichem Schritt marschir-ten, bald nur so dahin rollten, bald so schöne, artigeund ausdrucksvolle Passagen machten, daß kein Prrnznoch anderer cs ihnen darin gleich zu thun vermochte»So wie auch keine andere Dame: denn es erfordertesehr viel Majestät.

Diese Königinn fand aber auch großes Vergnügendaran, dergleichen ernste Tänze zu tanzen, weil siedarin ihre schöne Grazie, ihren herrlichen Anstand undihre ausdrucksvolle Majestät ungleich vortheilhaftcrins sicht scheu konnte, äls in keinem andern Tanz, wiez. B. in den Bransicn, Volten und Couranten. Un-geachtet sie diese ebenfalls sehr gut tanzte, war sie den-noch keine siebhaberinn davon, weil sie ihrer Majestätnicht angemessen waren, wohl aber den gewöhnlichenReizen der andern Damen.

Aus eben dem Grunde sah ich sie ebenfalls öftersden Fakelkanz gerne ranzen. Ich erinnre mich hiebe?,daß sie einst zu Lyon bey der Zurückkunft des Königsvon Pohlen auf der Hochzeit einer ihrer FräuleinSDebeenes diesen Tanz ebenfalls tanzte, wobep vieleFremde aus Savoyen und Piemont und andre zu-gegen waren, welche sagten, sie hätten nie etwas ssschönes gesehen, als diese Königinn, noch einen so schö-nen ernsten Tanz, als dieser in der That auch ist.

Bey dieser Gelegenheit sagte jemand, als davongesprochen wurde, diese Königinn hatte nicht nöthiggehabt, eine Fakel zu tragen, wie die andern Damen rN. Denkwtzrvigk. M denn