sich zu vermählen, damit sie ihnen einen von ihrg«.bohrnen König hinterlaffcn möchte, wie es der gegen-wärtige ist.
Es gibt Leute, welche sagten, in den ersten Krie-gen habe der König von Navarra sie heyrakhen wol-len, und im Sinn gehabt, zu dem Ende seine Gemah.linn der Religion wegen zu verstoßen. Sie wollteaber nicht darein willigen, indem sie sagte: sie habe«ine unsterbliche Seele, die sic um alle Hoheit derWelt nicht verlohren gehen lassen wolle; denn sie mach,te sich gar sehr ein Gewissen daraus, einen schon an-derwärts verhriratheten Mann zu heirathen.
Endlich vermählte sie sich wieder mit einem fuy,gen Herrn auS England aus einem sehr guten Hause,jedoch ihr noch nicht gleich Diese Ehe war nichtglücklich, weder für den einen noch den andern Theil.Ich will mich hier nicht auf eine Erzählung einlasscn,wie der König, ihr Gemahl, nachdem er ein seheschönes Kind, den itzt regierenden König, mit ihr er-zeugt hatte, durch eine Mine ermordet wurde, welcheman unter feiner Wohnung angelegt hakte»
Die Geschichte davon ist schriftlich verfaßt undgedruckt, jedoch nicht der Wahrheit gemäß, wegendes Antheils, welcher der Königin» hierbey zur Lastgelegt wird. Dieß ist eitel Lug und Trug: denn dieseKönigin« war nie grausam, sie war im Gegentheillauter Güte und Sanstmuth. Nie verübte sie in Frank-reich irgend eine Grausamkeit, fand auch nie Gefallendaran, nicht einmahl konnte sie übers Herz bringen,die armen Miffethater hinrichten zu sehen, wie mancheandre große Damen, die ich kannte; und als sie zuSchiff war, wollte sie nie zugeben, daß der schlechte»sie Galetrenstlave Schlage bekam, sondern bar den' 2 2 Groß.