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Zweyte Abtheilung, Zehnter Band (1795)
Entstehung
Seite
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nen zu vergießen, indem sie ihre Augen unverwendetnach der Seite des Hafens hm, wo sie ausgelaufenwar, richtete und da! ey die traurigen Worte aussprach:Adjeu Frankreich, Adjcu Frankreich, die sie alle Augen,blicke wiederholte. In dieser schmerzhaften Stimmungfuhr sie beynahe fünf Stunden fort, bis es endlichNacht wurde und man sie bat, sich doch da weg zubegeben und etwas zu Nacht zu speisen.

Nun verdoppelten sich ihre Klagen und wurdenheftiger als bisher, wobey sie sagte: >chc mein theuresFrankreich verliere ich dich ganz aus dem Gesicht,weil die dunkle Nacht eifersüchtig auf das Vergnügen,das ich darin suchte, dich so lange als möglich zusehen, mir einen schwarzen Schleyer vors Gesicht zieht,um mich deines geliebten Anblicks zu berauben. Nocheinmahl, Adjcu, also, mein geliebtes Frankreich, daSaus meinen Blicken schwindet, ich werde dich nie wie-Versehen.

So begab sie sich dann weg, wobey sie sagte, siethue hier ganz das Gegentheil von dem, was ehemahlsDido rhac, welche bloß ins Meer hinausblickke, alsAeneas von «hr schied, statt daß sie aus dem Meernachdem festem Land blickte. Sie wollte sich niederlegen,ohne etwas von Speise zu sich zu nehmen, und wollteauch nicht von dem Verdeck hinunter in ihre Kajüte,sondern man ließ ihr oben auf dem Verdeck ein Vertezurecht machen.

Hier ruhte sie ein wenig aus, ohne ihre Seufzerund Thränen zu vergessen, wobey sie dem Steuermannbefahl, wenn er bey Tages Anbruch noch einen Theiider Küste von Frankreich entdecken könne, so sollte ersie aufwecken und sie ohne Scheu rufen.

Das