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in einem Chapperon mit ihren großen Perlen und einerRobe mit großen Aermeln von Silberstoff mit Luchsgefüttert. Alles so vortrefflich gut dargcstcllt, beson-Vers ihr schönes Gesicht, daß dem Bild nur die Spra-che fehlte; ihre schönen drep Töchter waren mit dabeygewählt.
Dieß Gemählde machte ihr und der ganzen anwe-senden Gesellschaft viel Vergnügen, da man sich sehedamit amüsicte, sie zu betrachten, zu bewundern undihre Schönheit über alle zu erheben. Sie selbst ver»tiefte sich so sehr in den Anblick, daß sie kein Augedavon verwenden konnte, bis der Herr Herzog vonNemours zu ihr sagte: Madam, ich finde Sie hiersehr gut getroffen, so daß sich gar nichts daran aus-setzen läßt. Ihre Töchter machen Ihnen meines Er-achtens viele Ehre, da sie Sie nicht zurücklassen undnicht übertreffen.
Sie gab ihm zur Antwort: Mein Vetter, ichglaube, daß Sie sich wohl noch der Zeit, des AlcerSund der Kleidung dieses Gcmähldcs erinnern werden;und da Sie mich so gesehen haben, so können Sieweit besser, als irgend jemand von der Gesellschaft hierbcurtheilen, ob man mich für das hielt, waS Siesagen und ob ich so war, wie ich hier gewählt bin.
Es war nicht eine Person in der ganzen Gesell-schaft, die diese Schönheit nicht unendlich hochgeschätztund gepriesen und nicht gesagt hätte: die Mutter seyder Töchter, und die Töchter der Mutter würdig. Dieseihre Schönheit verlvhr sich auch nicht bey ihr, weder inihrem Ehestand, noch in ihrem Wittwenstand beynahebis anS Grab; nicht daß stc so frisch gewesen wäre,wie in ihren Blüthejahren, aber doch erhielt ste stchgut und blieb stets sehr reihend und angenehm.
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