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Zweyte Abtheilung, Zehnter Band (1795)
Entstehung
Seite
12
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der Welt, die er kenne, wüste er doch keine, die ihr

hierin gleichkäme.

Er hatte auch sehr Recht, denn sie war eine schö-ne und liebenswürdige Fürstin«. Sie war von sehrschöner und reicher Taille, von großer Majestät, wo-bey sie jedoch zu seiner Zeit sehr sanft ftyn konnte, vonschönem reißende» Anstand, von schönen und ange-nehmen Gcstchtszägcn, hatte einen sehr schönen weißenund vollen Busen, so wie sie denn auch überhauptsonst an ihrem Leibe sehr weiß, von schönem Umristund reiner Haut war, sehr vollkommen, ein schönesBein, das sie gern sehr knapp kleidete, was ich alle-von einigen ihrer Hofdamen gehört habe. Endlichhatte sie auch die schönste Hand, die, glaube ich, jegesehen worden ist. Die Dichter priesen ehemahlsAuroren wegen ihrer schönen Hände und schönen Fin-ger; ich glaube aber, daß die Königin« sie hieringanz verdunkelt haben würde. Auch behielt sie solcheso schön bis an ihren Tod.

Ihr Sohn, der König Heinrich der dritte erbteviel von dieser Schönheit der Hand.

Ueberdieß kleidete sie sich auch jederzeit sehr gut undprächtig und hatte immer irgend eine neue und artigeErfindung, kurz sie besaß eine Menge Schönheiten,die sie liebenswürdig machten.

Ich erinnere mich hicrbcy, daß sie einst in Lyonzu einem Mahler Rahmens Corneille ging, der ineinem großen Zimmer alle große Herrn, Prinzen,.CavalicrS, und große Königinnen, Prinzessinnen,Hofdamen und Hoffräulcins gewählt hängen hatte.Als wir nun in diesem Gemähldezimmer waren, er-blickten wir darin diese Königinn abgcmahlt in ihrerSchönheit und Vollkommenheit, französtsch gekleidet