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Zweyte Abtheilung, Zehnter Band (1795)
Entstehung
Seite
10
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legenhciten, welche durch die Gefangenschaft derKönigs und den Verlust von Mailand und Neapel sosehr erschüttert worden waren, anfingen, wieder Fe«fiigkeit zu gewinnen.

Der König Franz wußte es aber auch wohl zuErkennen, daß diese Vermählung seinen Angelegenhei-ten sehr aufgeholfen hatte. Auch gibt man ihr zurDevise -inen Regenbogen mit der Umschrift in griechi-scher Sprache:

Sie bringt Licht und Klarheit

womit man so viel sagen wollte, daß, wie der Re-genbogen am Himmel schönes Wetter nach dem Ge-witter bringt und verkündet, so auch diese Königin»ein wahres HimmelSzeichen der Heiterkeit und Ruhedes Friedens war.

Der Kaiser wagte nun seinen stolzen Walspruch:Immer weiter, nicht weiter zu treiben. Denn un-geachtet zwischen ihm und dem König Franz Waffen-stillstand war, brütete er dennoch stets über ehrsüch-tigen Anschlägen nnd trachtete stets darnach, wo ec»lur irgend konnte, Frankreich etwas abzuzwacken.Daher kanOihm jene Verbündung mit dem Papst sehrungelegen, weil er ihn als einen schlauen muthvollenMann kannte, der noch Rache gegen ihn im Herzentrug, weil er ihn Key der Plünderung Roms durchdie kaiserliche Armee halte gefangen nehmen lassen.

Auch diese Vermählung mißfiel ihm so sehr, daßich von einer wahrhaften damahls am Hof befindlichenDame versichern hörte: wenn er nicht mit der Kai-serin« schon vermählt gewesen wäre, würde er gesuchtHaben, auf diese Art in die Verwandschaft des gedach-ten PapstS zu kommen. Denn wenn dieser so lange