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Zweyte Abtheilung, Zehnter Band (1795)
Entstehung
Seite
XVII
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»VI»

der Ligue.

wenn die reiche Erbschaft nach einer naher ent-standenen Teilnahme an der Königsfamilie beur-theiit worden wäre. Da nun aus ihrem Wegezum Throne das Schicksal selbst den verdorrtenValossischen Stamm wegzuschaffen eilte, so schiendieß einzige ihnen selbst überlassen zu seyn, daß siezugleich auch die wenigen Reste des Bourboni-scheu Hauses auf die Seite zu drängen wüßten.

Diesen Wettstreit zwischen Guisen undBourbonen hätte gewiß Heinrich III. gerne mitgrößter Gleichgültigkeit angesehen, wenn sie ihmselbst in seinem Vorzug, ganz nach allen seinenLaunen zu leben denn dafür war er ja Ko*rüg! ungestört gelassen hatten. Nachfolger:mochte werden, wer da wollte und konnte, wennEr die Gegenwart genossen hatte. Allein der Ehr-geiz der Guisen bedurfte ihn selbst. Um durch ihnsich des Thrones zu versichern, sollte er noch beyseinen Lebzeiten den Herzog Heinrich von Gussesich zum wenigsten an die Seite stellen! Und daer für jetzt seine Macht mit jemand zu theilen nochkeine Lust hatte, so mußte er selbst so tief ernie-drigt werden, bis der Gusse aus den Ruinen vonValois und Bourbon sich die Stufen zum Thronezusammensehen konnte. ,

Ganz so schlimm, wie der endliche Erfolg,war gewiß der Plan des Guisen selbst nicht.

N. Kenkwürdigk. X.S. b Bk-