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räth sich, dass er immer einer Heilung bedarf, dass ereine Art Flucht und Vergessen braucht, weg von Dem,was ihm seine Einblicke, Einschnitte, was ihm seinHandwerk auf’s Gewissen gelegt hat. Die Furcht vorseinem Gedächtniss ist ihm zu eigen. Er kommt vordem Urtheile Anderer leicht zum Verstummen, er hörtmit einem unbewegten Gesichte zu, wie dort verehrt, be-wundert, geliebt, verklärt wird, wo er gesehn hat —,oder er verbirgt noch sein Verstummen, indem er irgendeiner Vordergrunds-Meinung ausdrücklich zustimmt. Viel-leicht geht die Paradoxie seiner Lage so weit in’sSchauerliche, dass die „Gebildeten“ gerade dort, wo erdas grosse Mitleiden neben der grossen Verach-tung gelernt hat, ihrerseits die grosse Verehrung lernen...Und wer weiss, ob sich nicht in allen grossen Fälleneben nur Dies begab, — dass man einen Gott anbeteteund dass der Gott nur ein armes Opferthier war . . .Der Erfolg war immer der grösste Lügner — undauch das Werk, die That ist ein Erfolg . . . Dergrosse Staatsmann, der Eroberer, der Entdecker ist inseine Schöpfungen verkleidet, versteckt, bis in’s Uner-kennbare; das Werk, das des Künstlers, des Philosophen,erfindet erst Den, welcher es geschaffen hat, geschaffenhaben soll . . . Die „grossen Männer“, wie sie verehrtwerden, sind kleine schlechte Dichtungen hinterdrein, —in der Welt der historischen Werthe herrscht dieFalschmünzerei . . .
— Diese grossen Dichter zum Beispiel, diese Byron,Müsset, Poe, Leopardi, Kleist, Gogol — ich wage esnicht, viel grössere Namen zu nennen, aber ich meinesie —, so wie sie nun einmal sind, sein müssen: Menschen