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8 : Abth. 1, Bd. 8 (1895) Der Fall Wagner [u.a.]
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Härte der eigensten Verantwortlichkeit schützen möchte.Krankheit ist jedes Mal die Antwort, wenn wir anunsrem Recht auf unsre Aufgabe zweifeln wollen, wennwir anfangen, es uns irgendworin leichter zu machen.Sonderbar und furchtbar zugleich! Unsre Erleichter-ungen sind es, die wir am härtesten büssen müssen!Und wollen wir hinterdrein zur Gesundheit zurück, sobleibt uns keine Wahl: wir müssen uns schwerer be-lasten, als wir je vorher belastet waren . . .

Der Psycholog nimmt das Wort.

i.

Je mehr ein Psycholog, ein geborner, ein unver-meidlicher Psycholog und Seelen-Errather, sich den aus-gesuchteren Fällen und Menschen zukehrt, um so grösserwird seine Gefahr, am Mitleiden zu ersticken. Er hatHärte und Heiterkeit nöthig, mehr als ein andrerMensch. Die Verderbniss, das Zugrundegehn der höherenMenschen ist nämlich die Regel: es ist schrecklich, einesolche Regel immer vor Augen zu haben. Die vielfacheMarter des Psychologen, der dies Zugrundegehn ent-deckt hat, der diese gesammte innereHeillosigkeit deshöheren Menschen, dies ewigeZu spät! in jedem Sinneerst einmal und dann fast immer wieder entdeckt, durchdie ganze Geschichte hindurch, kann vielleicht einesTages die Ursache davon werden, dass er selber ver-dirbt . . . Man wird fast bei jedem Psychologen eineverrätherische Vorneigung zum Umgänge mit alltäglichenund wohlgeordneten Menschen wahrnehmen: daran ver-.