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8 : Abth. 1, Bd. 8 (1895) Der Fall Wagner [u.a.]
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lehren? ... Ist der Hass auf das Leben bei ihmHerr geworden, wie bei Flaubert? . . . Denn der Parsifalist ein Werk der Tücke, der Rachsucht, der heimlichenGiftmischerei gegen die Voraussetzungen des Lebens, einschlechtes Werk. Die Predigt der Keuschheit bleibteine Aufreizung zur Widernatur: ich verachte Jedermann,der den Parsifal nicht als Attentat auf die Sittlichkeitempfindet.

Wie ich von Wagner loskam.

i.

Schon im Sommer 1876, mitten in der Zeit derersten Festspiele, nahm ich bei mir von AVagner Abschied.Ich vertrage nichts Zweideutiges; seitdem Wag-ner inDeutschland war, condescendirte er Schritt für Schritt zuAllem, was ich verachte selbst zum Antisemitismus . . .Es war in der That damals die höchste Zeit, Abschiedzu nehmen; alsbald schon bekam ich den Beweis dafür.Richard AVagner, scheinbar der Siegreichste, in AVahrheitein morsch gewordner verzweifelnder decadent , sankplötzlich, hülflos und zerbrochen, vor dem christlichenKreuze nieder . . . Hat denn kein Deutscher für diesschauerliche Schauspiel damals Augen im Kopfe, Mitge-fühl in seinem Gewissen gehabt? War ich der Einzige,der an ihm litt? Genug, mir selbst gab das un-erwartete Ereigniss wie ein Blitz Klarheit über den Ort,den ich verlassen hatte, und auch jenen nachträglichenSchauder, den Jeder empfindet, der unbewusst durch eineungeheure Gefahr gelaufen ist. Als ich allein weiter

. * r.»