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lehren? ... Ist der Hass auf das Leben bei ihmHerr geworden, wie bei Flaubert? . . . Denn der Parsifalist ein Werk der Tücke, der Rachsucht, der heimlichenGiftmischerei gegen die Voraussetzungen des Lebens, einschlechtes Werk. — Die Predigt der Keuschheit bleibteine Aufreizung zur Widernatur: ich verachte Jedermann,der den Parsifal nicht als Attentat auf die Sittlichkeitempfindet. —
Wie ich von Wagner loskam.
i.
Schon im Sommer 1876, mitten in der Zeit derersten Festspiele, nahm ich bei mir von AVagner Abschied.Ich vertrage nichts Zweideutiges; seitdem Wag-ner inDeutschland war, condescendirte er Schritt für Schritt zuAllem, was ich verachte — selbst zum Antisemitismus . . .Es war in der That damals die höchste Zeit, Abschiedzu nehmen; alsbald schon bekam ich den Beweis dafür.Richard AVagner, scheinbar der Siegreichste, in AVahrheitein morsch gewordner verzweifelnder decadent , sankplötzlich, hülflos und zerbrochen, vor dem christlichenKreuze nieder . . . Hat denn kein Deutscher für diesschauerliche Schauspiel damals Augen im Kopfe, Mitge-fühl in seinem Gewissen gehabt? War ich der Einzige,der an ihm — litt? — Genug, mir selbst gab das un-erwartete Ereigniss wie ein Blitz Klarheit über den Ort,den ich verlassen hatte, — und auch jenen nachträglichenSchauder, den Jeder empfindet, der unbewusst durch eineungeheure Gefahr gelaufen ist. Als ich allein weiter
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