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8 : Abth. 1, Bd. 8 (1895) Der Fall Wagner [u.a.]
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gebührende und würdige Weise von uns, auch von sich,vor Allem von der Tragödie habe Abschied nehmenwollen, nämlich mit einem Excess höchster und muth-willigster Parodie auf das Tragische selbst, auf denganzen schauerlichen Erden-Ernst und Erden-Jammervon Ehedem, auf die endlich überwundene dümmsteForm in der Widernatur des asketischen Ideals. DerParsifal ist ja ein Operetten-Stoff ftar excellence ... Istder Parsifal Wagners sein heimliches Überlegenheits-Lachen über sich selber, der Triumph seiner letztenhöchsten Künstler - Freiheit, Künstler-JenseitigkeitWagner, der über sich zu lachen weiss? . . . Manmöchte es, wie gesagt, wünschen: denn was würde derernstgemeinte Parsifal sein? Hat man wirklich nöthig,in ihm (wie man sich gegen mich ausgedrückt hat)dieAusgeburt eines toll gewordnen Hasses auf Erkenntniss,Geist und Sinnlichkeit zu sehn? einen Fluch auf Sinneund Geist in Einem Hass und Athem? eine Apostasieund Umkehr zu christlich-krankhaften und obskurantisti-schen Idealen? Und zuletzt gar ein Sich-selbst-Ver-neinen, Sich-selbst-Durchstreichen von Seiten einesKünstlers, der bis dahin mit aller Macht seines Willensauf das Umgekehrte, auf höchste Vergeistigung undVersinnlichung seiner Kunst ausgewesen war? Undnicht nur seiner Kunst, auch seines Lebens? Man er-innere sich, wie begeistert seiner Zeit Wagner in denFusstapfen des Philosophen Feuerbach gegangen ist.Feuerbachs Wort von dergesunden Sinnlichkeitdas klang in den dreissiger und vierziger Jahren Wagnerngleich vielen Deutschen sie nannten sich die jungenDeutschen wie das Wort der Erlösung. Hat erschliesslich darüber umgelernt? Da es zum Mindestenscheint, dass er zuletzt den Willen hatte darüber umzu-