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8 : Abth. 1, Bd. 8 (1895) Der Fall Wagner [u.a.]
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in jenem Falle, wo es wirklich diesen Gegensatz giebt,braucht es zum Glück noch lange kein tragischer Gegen-satz zu sein. Dies dürfte wenigstens für alle wohlgerathe-neren, wohlgemutheren Sterblichen gelten, welche fernedavon sind, ihr labiles Gleichgewicht zwischen Engel undfietite bete ohne Weiteres zu den Gegengründen desDaseins zu rechnen, die Feinsten, die Hellsten, gleichHafis, gleich Goethe, haben darin sogar einen Reiz mehrgesehn . . . Solche Widersprüche gerade verführen zumDasein . . . Andrerseits versteht es sich nur zu gut, dass,wenn einmal die verunglückten Thiere der Circe dazugebracht werden, die Keuschheit anzubeten, sie in ihrnur ihren Gegensatz sehn und anbeten werden ohmit was für einem tragischen Gegrunz und Eifer! mankann es sich denken, jenen peinlichen und vollkom-men überflüssigen Gegensatz, den Richard Wagner un-bestreitbar am Ende seines Lebens noch hat in Musiksetzen und auf die Bühne bringen wollen. Wozu doch?wie man billig fragen darf.

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Dabei ist freilich jene andre Frage nicht zu umgehn,was ihn eigentlich jene männliche (ach, so unmännliche)Einfalt vom Lande angieng, jener arme Teufel undNaturbursch Parsifal, der von ihm mit so verfänglichenMitteln schliesslich katholisch gemacht wird wie? wardieser Parsifal überhaupt ernst gemeint? Denn dassman über ihn gelacht hat, möchte ich am wenigstenbestreiten, Gottfried Keller auch nicht . . . Man möchtees nämlich' wünschen, dass der Wagnerische Parsifalheiter gemeint sei, gleichsam als Schlussstück und Satyr-drama, mit dem der Tragiker Wagner gerade auf eine ihm