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8 : Abth. 1, Bd. 8 (1895) Der Fall Wagner [u.a.]
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Stimmvieh, Patronatsherr, Idiot Wagnerianer: daunterliegt auch noch das persönlichste Gewissen demnivellirenden Zauber der grossen Zahl, da regiert derNachbar, da wird man Nachbar . .

Wagner als Gefahr.

1.

Die Absicht, welche die neuere Musik in Dem ver-folgt, was jetzt, sehr stark aber undeutlich,unendlicheMelodie genannt wird, kann man sich dadurch klarmachen, dass man ins Meer geht, allmählich den sicherenSchritt auf dem Grunde verliert und sich endlich demElemente auf Gnade und Ungnade übergiebt: man sollschwimmen. In der älteren Musik musste man, imzierlichen oder feierlichen oder feurigen Hin und Wieder,Schneller und Langsamer, etwas ganz Anderes, nämlichtanzen. Das hierzu nöthige Maass, das Einhalten be-stimmter gleich wiegender Zeit- und Kraftgrade erzwangvon der Seele des Hörers eine fortwährende Besonnen-heit, auf dem Widerspiele dieses kühleren Luftzuges,welcher von der Besonnenheit herkam, und des durch-wärmten Athems der Begeisterung ruhte der Zauberaller guten Musik. Richard Wagner wollte eineandre Art Bewegung, er warf die physiologischeVoraussetzung der bisherigen Musik um. Schwimmen,Schweben nicht mehr Gehn, Tanzen .' . . Vielleichtist damit das Entscheidende gesagt. DieunendlicheMelodie will eben alle Zeit- und Kraft-Ebenmässigkeitbrechen, sie verhöhnt, sie selbst mitunter, sie hat ihrenReichthum der Erfindung gerade in Dem, was einem