erfolg — da spitze ich die Ohren und fange an zuachten . . . Aber Wagner war umgekehrt, neben demWagner, der die einsamste Musik gemacht hat, die esgiebt, wesentlich noch Theatermensch und Schauspieler,der begeistertste Mimomane, den es vielleicht gegebenhat, auch noch als Musiker . . . Und, beiläufig ge-sagt, wenn es Wagner’s Theorie gewesen ist „das Dramaist der Zweck, die Musik ist immer nur das Mittel“ —,seine Praxis dageg'en war, von Anfang bis zu Ende,„die Attitüde ist der Zweck, das Drama, auch die Musik,ist immer nur ihr Mittel“. Die Musik als Mittel zur Ver-deutlichung, Verstärkung, Verinnerlichung der drama-tischen Gebärde und Schauspieler-Sinnenfälligkeit; unddas Wagnerische Drama nur eine Gelegenheit zu vieleninteressanten Attitüden! — Er hatte, neben allen andrenInstinkten, die commandirenden Instinkte einesgrossen Schauspielers in Allem und Jedem: und, wiegesagt, auch als Musiker. — Dies machte ich einmal,nicht ohne Mühe, einem Wagnerianer für sang klar, —■Klarheit und Wagnerianer! ich sage kein Wort mehr.Es gab Gründe, noch hinzuzufügen „seien Sie doch einwenig ehrlicher gegen sich selbst! wir sind ja nicht inBayreuth. In Bayreuth ist man nur als Masse ehrlich,als Einzelner lügt man, belügt man sich. Man lässt sichselbst zu Hause, wenn man nach Bayreuth geht, manverzichtet auf das Recht der eignen Zunge und Wahl,auf seinen Geschmack, selbst auf seine Tapferkeit, wieman sie zwischen den eignen vier Wänden gegen Gottund Welt hat und übt. In das Theater bringt Niemanddie feinsten Sinne seiner Kunst mit, am wenigsten derKünstler, der für das Theater arbeitet, — es fehlt dieEinsamkeit, alles Vollkommne verträgt keine Zeugen . . .Im Theater wird man Volk, Heerde, Weib, Pharisäer,
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