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Worte: es giebt wenige so hintergedankenreiche Denker.In ihm kommt die Sophisten-Cultur, will sagen dieRealisten-Cultur, zu ihrem vollendeten Ausdruck:diese unschätzbare Bewegung inmitten des eben aller-wärts losbrechenden Moral- und Ideal-Schwindels dersokratischen Schulen. Die griechische Philosophie als diedecadence des griechischen Instinkts; Thukydides alsdie grosse Summe, die letzte Offenbarung jener starken,strengen, harten Thatsächlichkeit, die dem älteren Hel-lenen im Instinkte lag. Der Muth vor der Realitätunterscheidet zuletzt solche Naturen wie Thukydides undPlato: Plato ist ein Feigling vor der Realität, — folg-lich flüchtet er in’s Ideal; Thukydides hat sich in derGewalt, folglich behält er auch die Dinge in der Gewalt. . .
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In den Griechen „schöne Seelen“, „goldene Mitten“und andre Vollkommenheiten auszuwittern, etwa an ihnendie Ruhe in der Grösse, die ideale Gesinnung, die hoheEinfalt bewundern — vor dieser „hohen Einfalt“, einerniaiserie allemande zuguterletzt, war ich durch den Psy-chologen behütet, den ich in mir trug. Ich sah ihrenstärksten Instinkt, den Willen zur Macht, ich sah siezittern vor der unbändigen Gewalt dieses Triebs, — ichsah alle ihre Institutionen wachsen aus Schutzmaass-regeln, um sich vor einander gegen ihren inwendigenExplosivstoff sicher zu stellen. Die ungeheure Span-nung im Innern entlud sich dann in furchtbarer undrücksichtsloser Feindschaft nach Aussen: die Stadt-
gemeinden zerfleischten sich unter einander, damit dieStadtbürger jeder einzelnen vor sich selber Ruhe fänden.