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8 : Abth. 1, Bd. 8 (1895) Der Fall Wagner [u.a.]
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und Erzieher mehr vorfinden. Unsre Cultur leidet anNichts mehr, als an dem Überfluss anmaasslicher Ecken-steher und Bruchstück-Humanitäten; unsre Universitätensind, wider Willen, die eigentlichen Treibhäuser fürdiese x\rt Instinkt-Verkümmerung des Geistes. Und ganzEuropa hat bereits einen Begriff davon die grossePolitik täuscht Niemanden . . . Deutschland gilt immermehr als Europas Flachland. Ich suche noch nacheinem Deutschen, mit dem ich auf meine Weise ernstsein könnte, um wie viel mehr nach einem, mit demich heiter sein dürfte! Götzen-Dämmerung: ah w'erbegriffe es heute, von was für einem Ernste sichhier ein Philosoph erholt! Die Heiterkeit ist an unsdas Unverständlichste . . .

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Man mache einen Überschlag: es liegt nicht nurauf der Hand, dass die deutsche Cultur niedergeht, esfehlt auch nicht am zureichenden Grund dafür. Niemandkann zuletzt mehr ausgeben als er hat: das gilt vonEinzelnen, das gilt von Völkern. Giebt man sich fürMacht, für grosse Politik, für Wirthscliaft, Weltverkehr,Parlamentarismus, Militär-Interessen aus, giebt mandas Quantum Verstand, Ernst, Wille, Selbstüberwindung,das man ist, nach dieser Seite weg, so fehlt es auf derandren Seite. Die Cultur und der Staat man betrügesich hierüber nicht sind Antagonisten:Cultur-Staatist bloss eine moderne Idee. Das Eine lebt vom Andern,das Eine gedeiht auf Unkosten des Anderen. Alle grossenZeiten der Cultur sind politische Niedergangs-Zeiten: wasgross ist im Sinn der Cultur, war unpolitisch, selbst anti-politisch . . . Goethen gieng das Herz auf bei dem