mit der Bestie kann Krankmachen das einzige Mittelsein, sie schwach zu machen. Das verstand die Kirche:sie verdarb den Menschen, sie schwächte ihn, — abersie nahm in Anspruch, ihn „verbessert“ zu haben . . .
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Nehmen wir den andren Fall der sogenannten Moral,den Fall der Züchtung einer bestimmten Rasse undArt. Das grossartigste Beispiel dafür giebt die indischeMoral, als „Gesetz des Manu“ zur Religion sanktionirt.Hier ist die Aufgabe gestellt, nicht weniger als vierRassen auf einmal zu züchten: eine priesterliche, einekriegerische, eine händler- und ackerbauerische, endlicheine Dienstboten-Rasse, die Sudras. Ersichtlich sind wirhier nicht mehr unter Thierbändigern: eine hundert Malmildere und vernünftigere Art Mensch ist die A^oraus-setzung-, um auch nur den Plan einer solchen Züchtungzu concipiren. Man athmet auf, aus der christlichenKranken- und Kerkerluft in diese gesündere, höhere,weitere Welt einzutreten. Wie armselig ist das „neueTestament“ gegen Manu, wie schlecht riecht es! — Aberauch diese Organisation hatte nöthig, furchtbar zusein, — nicht dies Mal im Kampf mit der Bestie,sondern mit ihrem Gegensatz-Begriff, dem Nicht-Zucht-Menschen, dem Mischmasch-Menschen, dem Tschandala.Und wieder hatte sie kein andres Mittel, ihn ungefährlich,ihn schwach zu machen, als ihn krank zu machen, —es war der Kampf mit der „grossen Zahl“. Ahelleichtgiebt es nichts unsrem Gefühle AATdersprechenderes alsdiese Schutzmaassregeln der indischen Moral. Dasdritte Edikt zum Beispiel (Avadana-Sastra I), das „vonden unreinen Gemüsen“, ordnet an, dass die einzige