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Ein erstes Beispiel und ganz vorläufig. Zu allenZeiten hat man die Menschen „verbessern“ wollen: diesvor Allem hiess Moral. Aber unter dem gleichen Wortist das Allerverschiedenste von Tendenz versteckt. So-wohl die Zähmung der Bestie Mensch als die Züchtungeiner bestimmten Gattung Mensch ist „Besserung“ ge-nannt worden: erst diese zoologischen termini drückenRealitäten aus, — Realitäten freilich, von denen dertypische „Verbesserer“, der Priester, Nichts weiss, ; —Nichts wissen will . . . Die Zähmung eines Thiers seine„Besserung“ nennen ist in unsren Ohren beinahe einScherz. Wer weiss, was in Menagerien geschieht, zweifeltdaran, dass die Bestie daselbst „verbessert“ wird. Siewird geschwächt, sie wird weniger schädlich gemacht,sie wird durch den depressiven Affekt der Furcht,durch Schmerz, durch Wunden, durch Hunger zurkrankhaften Bestie. — Nicht anders steht es mit demgezähmten Menschen, den der Priester „verbessert“ hat.Im frühen Mittelalter, wo in der That die Kirche vorAllem eine Menagerie war, machte man allerwärts aufdie schönsten Exemplare der „blonden Bestie“ Jagd, —man „verbesserte“ zum Beispiel die vornehmen Germanen.Aber wie sah hinterdrein ein solcher „verbesserter“, in’sKloster verführter Germane aus? Wie eine Caricatur desMenschen, wie eine Missgeburt: er war zum „Sünder“geworden, er stak im Käfig, man hatte ihn zwischenlauter schreckliche Begriffe eingesperrt . . . Da lag ernun, krank, kümmerlich, gegen sich selbst böswillig;voller Hass gegen die Antriebe zum Leben, voller Ver-dacht gegen Alles, was noch stark und glücklich war.Kurz, ein „Christ“ . . . Physiologisch geredet: im Kampf