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8 : Abth. 1, Bd. 8 (1895) Der Fall Wagner [u.a.]
Entstehung
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Ein erstes Beispiel und ganz vorläufig. Zu allenZeiten hat man die Menschenverbessern wollen: diesvor Allem hiess Moral. Aber unter dem gleichen Wortist das Allerverschiedenste von Tendenz versteckt. So-wohl die Zähmung der Bestie Mensch als die Züchtungeiner bestimmten Gattung Mensch istBesserung ge-nannt worden: erst diese zoologischen termini drückenRealitäten aus, Realitäten freilich, von denen dertypischeVerbesserer, der Priester, Nichts weiss, ;Nichts wissen will . . . Die Zähmung eines Thiers seineBesserung nennen ist in unsren Ohren beinahe einScherz. Wer weiss, was in Menagerien geschieht, zweifeltdaran, dass die Bestie daselbstverbessert wird. Siewird geschwächt, sie wird weniger schädlich gemacht,sie wird durch den depressiven Affekt der Furcht,durch Schmerz, durch Wunden, durch Hunger zurkrankhaften Bestie. Nicht anders steht es mit demgezähmten Menschen, den der Priesterverbessert hat.Im frühen Mittelalter, wo in der That die Kirche vorAllem eine Menagerie war, machte man allerwärts aufdie schönsten Exemplare derblonden Bestie Jagd,manverbesserte zum Beispiel die vornehmen Germanen.Aber wie sah hinterdrein ein solcherverbesserter, insKloster verführter Germane aus? Wie eine Caricatur desMenschen, wie eine Missgeburt: er war zumSündergeworden, er stak im Käfig, man hatte ihn zwischenlauter schreckliche Begriffe eingesperrt . . . Da lag ernun, krank, kümmerlich, gegen sich selbst böswillig;voller Hass gegen die Antriebe zum Leben, voller Ver-dacht gegen Alles, was noch stark und glücklich war.Kurz, einChrist . . . Physiologisch geredet: im Kampf