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Absage von ihrem „Teufel“ nicht mehr Festigkeit genughaben. Man überschaue die ganze Geschichte der Priesterund Philosophen, der Künstler hinzugenommen: das Gift-igste gegen die Sinne ist nicht von den Impotentengesagt, auch nicht von den Asketen, sondern von denunmöglichen Asketen, von Solchen, die es nöthig gehabthätten, Asketen zu sein . . .
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Die Vergeistigung der Sinnlichkeit heisst Liebe: sieist ein grosser Triumph über das Christenthum. Einandrer Triumph ist unsre Vergeistigung der Feind-schaft. Sie besteht darin, dass man tief den Werthbegreift, den es hat, Feinde zu haben: kurz, dass manumgekehrt thut und schliesst, als man ehedem that undschloss. Die Kirche wollte zu allen Zeiten die Vernich-tung ihrer Feinde: wir, wir Immoralisten und Antichristen,sehen unsern Vortheil darin, dass die Kirche besteht . . .Auch im Politischen ist die Feindschaft jetzt geistigergeworden, — viel klüger, viel nachdenklicher, viel scho-nender. Fast jede Partei begreift ihr Selbsterhaltungs-Interesse darin, dass die Gegenpartei nicht von Kräftenkommt; dasselbe gilt von der grossen Politik. Eine neueSchöpfung zumal, etwa das neue Reich, hat Feindenöthiger als Freunde: im Gegensatz erst fühlt es sichnothwendig, im Gegensatz wird es erst nothwendig . . .Nicht anders verhalten wir uns gegen den „innerenFeind“: auch da haben wir die Feindschaft vergeistigt,auch da haben wir ihren Werth begriffen. Man ist nurfruchtbar um den Preis, an Gegensätzen reich zu sein;man bleibt nur jung unter der Voraussetzung, dass dieSeele nicht sich streckt, nicht nach Frieden begehrt . . .
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