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Sprach-Metaphysik, auf deutsch: der Vernunft, zumBewusstsein bringen. Das sieht überall Thäter und Thun:das glaubt an Willen als Ursache überhaupt; das glaubtan’s „Ich“, an’s Ich als Sein, an’s Ich als Substanz undprojicirt den Glauben an die Ich-Substanz auf alleDinge — es schafft erst damit den Begriff „Ding“ . . .Das Sein wird überall als Ursache hineingedacht, unter-geschoben; aus der Conception „Ich“ folgt erst, alsabgeleitet, der Begriff „Sein“ . . . Am Anfang steht dasgrosse Verliängniss von Irrthum, dass der Wille Etwasist, das wirkt, — dass Wille ein Vermögen ist . . .Heute wissen wir, dass er bloss ein Wort ist . . . Sehrviel später, in einer tausendfach aufgeklärteren AVelt kamdie Sicherheit, die subjektive Gewissheit in der Hand-habung der A^er mufft- Kategorien den Philosophen mitÜberraschung zum Bewusstsein: sie schlossen, dass die-selben nicht aus der Empirie stammen könnten, — dieganze Empirie stehe ja zu ihnen in AViderspruch. AVoheralso stammen sie? — Und in Indien wie in Griechen-land hat man den gleichen Fehlgriff gemacht: „wir müssenschon, einmal in einer höheren AVelt heimisch gewesensein (— statt in einer sehr viel niederen: was dieWahrheit gewesen wäre!), wir müssen göttlich gewesensein, denn wir haben die Vernunft!“ ... In der That,Nichts hat bisher eine naivere Überredungskraft gehabtals der Irrthum vom Sein, wie er zum Beispiel von denEleaten formulirt wurde: er hat ja jedes Wort für sich,jeden Satz für sich, den wir sprechen! — Auch die Gegnerder Eleaten unterlagen noch der Y erführung ihres Seins-Begriffs: Demokrit unter Anderen, als er sein Atom er-fand ... Die „Vernunft“ in der Sprache: oh was für eine altebetrügerische AVeibsperson! Ich fürchte, wir werden Gottnicht los, weil wir noch an die Grammatik glauben . . .