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8 : Abth. 1, Bd. 8 (1895) Der Fall Wagner [u.a.]
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trug, vom Werden, von der Historie, von der Lüge,Historie ist nichts als Glaube an die Sinne, Glaube andie Lüge. Moral: Neinsagen zu Allem, was den SinnenGlauben schenkt, zum ganzen Rest der Menschheit: dasist AllesVolk. Philosoph sein, Mumie sein, denMonotono- Theismus durch eine Todtengräber- Mimikdarstellen! Und weg vor Allem mit dem Leibe,dieser erbarmungswürdigen idce fixe der Sinne! behaftetmit allen Fehlern der Logik, die es giebt, widerlegt,unmöglich sogar, ob er schon frech genug ist, sichals wirklich zu gebärden! . . .

2 .

Ich nehme, mit hoher Ehrerbietung, den NamenFleraklits bei Seite. Wenn das andre Philosophen-Volk das Zeugniss der Sinne verwarf, weil dieselbenVielheit und Veränderung zeigten, verwarf er derenZeugniss, weil sie die Dinge zeigten, als ob sie Dauerund Einheit hätten. Auch Heraklit that den SinnenUnrecht. Dieselben lügen weder in der Art, wie dieEleaten es glauben, noch wie er es glaubte, sie lügenüberhaupt nicht. Was wir aus ihrem Zeugniss machen,das legt erst die Lüge hinein, zum Beispiel die Lüge derEinheit, die Lüge der Dinglichkeit, der Substanz, derDauer . . . DieVernunft ist die Ursache, dass wir dasZeugniss der Sinne fälschen. Sofern die Sinne dasWerden, das Vergehn, den Wechsel zeigen, lügen sienicht . . . Aber damit wird Heraklit ewig Recht be-halten, dass das Sein eine leere Fiktion ist. Dieschein-bare Welt ist die einzige: diewahre Welt ist nurhinzu gelogen . . .