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8 : Abth. 1, Bd. 8 (1895) Der Fall Wagner [u.a.]
Entstehung
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DieVernunft in der Philosophie.

i.

Sie fragen mich, was Alles Idiosynkrasie bei denPhilosophen ist? . . . Zum Beispiel ihr Mangel anhistorischem Sinn, ihr Hass gegen die Vorstellung selbstdes Werdens, ihr Agypticismus. Sie glauben einer Sacheeine Ehre anzuthun, wenn sie dieselbe enthistorisiren,suö sfiecie aeterni, wenn sie aus ihr eine Mumiemachen. Alles, was Philosophen seit Jahrtausenden ge-handhabt haben, waren Begriffs-Mumien; es kam nichtsWirkliches lebendig aus ihren Händen. Sie tödten, siestopfen aus, diese Herren Begriffs-Götzendiener, wenn sieanbeten, sie werden Allem lebensgefährlich, wenn sieanbeten. Der Tod, der Wandel, das Alter ebensogut alsZeugung und Wachsthum sind für sie Einwände,Widerlegungen sogar. AVas ist, wird nicht; was wird,ist nicht . . . Nun glauben sie Alle, mit AArzweiflungsogar, ans Seiende. Da sie aber dessen nicht habhaftwerden, suchen sie nach Gründen, weshalb mans ihnenvorenthält:es muss ein Schein, eine Betrügerei dabeisein, dass wir das Seiende nicht wahrnehmen: wo stecktder Betrüger?Wir haben ihn, schreien sie glück-selig, die Sinnlichkeit ists! Diese Sinne, die auchsonst so unmoralisch sind, sie betrügen uns überdie wahre AA^elt. Moral: loskommen von dem Sinnen-