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8 : Abth. 1, Bd. 8 (1895) Der Fall Wagner [u.a.]
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von Menschen wirkt. Er hat die Melancholie des Un-vermögens;, er schafft nicht aus der Fülle, er durstetnach der Fülle. Rechnet man ab, was er nachmacht,was er grossen alten oder exotisch-modernen Stilformenentlehnt er ist Meister in der Copie, so bleibt alssein Eigenstes die Sehnsucht . . . Das errathen dieSehnsüchtigen, die Unbefriedigten aller Art. Er ist zuwenig Person, zu wenig Mittelpunkt . . . Das verstehendieUnpersönlichen, die Peripherischen, sie liebenihn dafür. In Sonderheit ist er der Musiker einer Artunbefriedigter Frauen. Fünfzig Schritt weiter: und manhat die Wagnerianerin ganz wie man fünfzig Schrittüber Brahms hinaus Wagner findet, die Wagneri an er in,einen ausgeprägteren, interessanteren, vor Allem an-muthigeren Tj r pus. Brahms ist rührend, so lange erheimlich schwärmt oder über sich trauert darin ist ermodern; er wird kalt, er geht uns Nichts mehr an,sobald er die Klassiker beerbt . . . Man nennt Brahmsgern den Erben Beethovens: ich kenne keinen vor-sichtigeren Euphemismus. Alles, was heute in derMusik aufgrossen Stil Anspruch macht, ist damit ent-weder falsch gegen uns oder falsch gegen sich. DieseAlternative ist nachdenklich genug: sie schliesst nämlicheine Casuistik über den Werth der zwei Fälle in sichein.Falsch gegen uns: dagegen protestirt der Instinktder Meisten sie wollen nicht betrogen werden; ichselbst freilich würde diesen Typus immer noch demanderen (falsch gegen sich) vorziehn. Dies ist meinGeschmack. Fasslicher, für dieArmen im Geiste aus-gedrückt: Brahms oder Wagner . . . Brahms ist keinSchauspieler. Man kann einen guten Theil der andrenMusiker in den Begriff Brahms subsumiren. Ich sagekein Wort von den klugen Affen Wagners, zum Beispiel