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von Menschen wirkt. Er hat die Melancholie des Un-vermögens;, er schafft nicht aus der Fülle, er durstetnach der Fülle. Rechnet man ab, was er nachmacht,was er grossen alten oder exotisch-modernen Stilformenentlehnt — er ist Meister in der Copie —, so bleibt alssein Eigenstes die Sehnsucht . . . Das errathen dieSehnsüchtigen, die Unbefriedigten aller Art. Er ist zuwenig Person, zu wenig Mittelpunkt . . . Das verstehendie „Unpersönlichen“, die Peripherischen, — sie liebenihn dafür. In Sonderheit ist er der Musiker einer Artunbefriedigter Frauen. Fünfzig Schritt weiter: und manhat die Wagnerianerin — ganz wie man fünfzig Schrittüber Brahms hinaus Wagner findet —, die Wagneri an er in,einen ausgeprägteren, interessanteren, vor Allem an-muthigeren Tj r pus. Brahms ist rührend, so lange erheimlich schwärmt oder über sich trauert — darin ist er„modern“ —; er wird kalt, er geht uns Nichts mehr an,sobald er die Klassiker beerbt . . . Man nennt Brahmsgern den Erben Beethoven’s: ich kenne keinen vor-sichtigeren Euphemismus. — Alles, was heute in derMusik auf „grossen Stil“ Anspruch macht, ist damit ent-weder falsch gegen uns oder falsch gegen sich. DieseAlternative ist nachdenklich genug: sie schliesst nämlicheine Casuistik über den Werth der zwei Fälle in sichein. „Falsch gegen uns“: dagegen protestirt der Instinktder Meisten — sie wollen nicht betrogen werden —; ichselbst freilich würde diesen Typus immer noch demanderen („falsch gegen sich“) vorziehn. Dies ist meinGeschmack. — Fasslicher, für die „Armen im Geiste“ aus-gedrückt: Brahms — oder Wagner . . . Brahms ist keinSchauspieler. — Man kann einen guten Theil der andrenMusiker in den Begriff Brahms subsumiren. — Ich sagekein Wort von den klugen Affen Wagner’s, zum Beispiel