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8 : Abth. 1, Bd. 8 (1895) Der Fall Wagner [u.a.]
Entstehung
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Abwärts, Abgrundwärts steht. Er hatte die Naivetät derdecadence: dies war seine Überlegenheit. Er glaubtean sie, er blieb vor keiner Logik der decadcjice stehn.Die Andern zögern das unterscheidet sie. SonstNichts! . . . Das Gemeinsame zwischen Wagner unddenAndern ich zähle es auf: der Niedergang der orga-nisirenden Kraft; der Missbrauch überlieferter Mittel, ohnedas rechtfertigende Vermögen, das zum Zweck; dieFalschmünzerei in der Nachbildung- grosser Formen, fürdie heute Niemand stark, stolz, selbstgewiss, gesundgenug ist; die Überlebendigkeit im Kleinsten; der Affektum jeden Preis; das Raffinement als Ausdruck des ver-armten Lebens; immer mehr Nerven an Stelle desFleisches. Ich kenne nur Einen Musiker, der heutenoch im Stande ist, eine Ouvertüre aus ganzem Holzezu schnitzen: und Niemand kennt ihn . . . Was heuteberühmt^ ist, macht, im Vergleich mit Wagner, nichtbessere Musik, sondern nur unentschiedenere, sondernnur gleichgültigere: gleichgültigere, weil das Llalbedamit abgethan ist, dass das Ganze da ist. AberWagner w-ar ganz; aber Wagner war die ganze- Ver-derbniss; aber Wagner war der Muth, der Wille, dieÜberzeugung in der Verderbniss was liegt nochan Johannes Brahms! . . . Sein Glück war ein deutschesMissverständniss: man nahm ihn als Antagonisten Wagners, man brauchte einen Antagonisten! Das machtkeine nothwendige Musik, das macht vor Allem zuviel Musik! Wenn man nicht reich ist, soll man stolzgenug sein zur Armuth! . . . Die Sympathie, die Brahmsunleugbar hier und da einflösst, ganz abgesehen vonjenem Partei-Interesse, Partei-Missverständnisse, war mirlange ein Räthsel: bis ich endlich, durch einen Zufallbeinahe, dahinter kam, dass er auf einen bestimmten Typus