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8 : Abth. 1, Bd. 8 (1895) Der Fall Wagner [u.a.]
Entstehung
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Zweite Nachschrift.

Mein Brief, scheint es, ist einem Missverständnisseausgesetzt. Auf gewissen Gesichtern zeigen sich dieFalten der Dankbarkeit; ich höre selbst ein bescheidenesFrohlocken. Ich zöge vor, hier wie in vielen Dingen,verstanden zu werden. Seitdem 'aber in den Weinbergendes deutschen Geistes ein neues Thier haust, der Reichs-wurm, die berühmte Rhinoxera, wird kein Wort vonmir mehr verstanden. Die Kreuzzeitung selbst bezeugtes mir, nicht zu reden vom litterarischen Centralblatt.Ich habe den Deutschen die tiefsten Bücher gegeben,die sie überhaupt besitzen Grund genug, dass dieDeutschen kein Wort davon verstehn . . . Wenn ichin dieser Schrift Wagnern den Krieg mache und,nebenbei, einem deutschenGeschmack, wenn ichfür den Bayreuther Cretinismus harte Worte habe, somöchte ich am allerwenigsten irgend welchen andrenMusikern damit ein Fest machen. Andre Musikerkommen gegen Wagner nicht in Betracht. Es stehtschlimm überhaupt. Der Verfall ist allgemein. Die Krank-heit liegt in der Tiefe. "Wenn Wagner der Name bleibtfür den Ruin der Musik, wie Bernini für den Ruinder Skulptur, so ist er doch nicht dessen Ursache. Erhat nur dessen tevipo beschleunigt, freilich in einerWeise, dass man mit Entsetzen vor diesem fast plötzlichen