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8 : Abth. 1, Bd. 8 (1895) Der Fall Wagner [u.a.]
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Vaters, des Sohnes und des heiligen Meisters. Am un-heimlichsten freilich bleibt die Verderbniss der Nerven.Man gehe Nachts durch eine grössere Stadt: überall hörtman, dass mit feierlicher Wuth Instrumente genothzüchtigtwerden, ein wildes Geheul mischt sich dazwischen.Was geht da vor? Die Jünglinge beten Wagner an . . .Bayreuth reimt sich auf Kaltwasserheilanstalt. Typi-sches Telegramm aus Bayreuth: bereits bereut.Wagner ist schlimm für die Jünglinge; er ist verhängniss-voll für das Weib. Was ist, ärztlich gefragt, eine Wag-nerianerin? Es scheint mir, dass ein Arzt jungen Frauennicht ernst genug diese Gewissens - Alternative stellenkönnte: Eins oder das Andere. Aber sie haben bereitsgewählt. Man kann nicht zween Herren dienen, wennder Eine Wagner heisst. Wagner hat das Weib erlöst;das Weib hat ihm dafür Bayreuth- gebaut. Ganz Opfer,ganz Hingebung: man hat Nichts, was man ihm nichtgeben würde. Das Weib verarmt sich zu Gunsten desMeisters, es wird rührend, es steht nackt vor ihm.-Die Wagnerianerin die anmuthigste Zweideutigkeit, diees heute giebt: sie verkörpert die Sache Wagners,in ihrem Zeichen siegt seine Sache . . . Ah, dieser alteRäuber! Er raubt uns die Jünglinge, er raubt selbst nochunsre Frauen und . schleppt sie in seine Höhle . . . Ah,dieser alte Minotaurus! Was er uns schon gekostet hat!Alljährlich führt man ihm Züge der schönsten Mädchenund Jünglinge in sein Labyrinth, damit er sie verschlinge, alljährlich intonirt ganz Europaauf nach Kreta! aufnach Kreta! . . . ~..