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hell, zu gesund. ATrsteht ihr das? Die Gesundheit, dieHelligkeit als Schatten wirkend? als Ein wand beinahe?...So weit sind wir schon reine Thoren . . . Niemals gabes einen grösseren Meister in dumpfen hieratischen Wohl-gerüchen, — nie lebte ein gleicher Kenner alles kleinenUnendlichen, alles Zitternden und Überschwänglichen,aller Femininismen aus dem Idiotikon des Glücks! — Trinktnur, meine Freunde, die Philtren dieser Kunst! Ihr findetnirgends eine angenehmere Art, euren Geist zu entnerven,eure Männlichkeit unter einem Rosengebüsche zu ver-gessen . . . Ah dieser alte Zauberer! Dieser Klingsor allerKlingsore! Wie er uns damit den Krieg macht! uns, denfreien Geistern! Wie er jeder Feigheit der modernenSeele mit Zaubermädchen-Tönen zu Willen redet! — Esgab nie einen solchen Todhass auf die Erkenntniss! —Man muss Cyniker sein, um hier nicht verführt zu wer-den, man muss beissen können, um hier nicht anzubeten.Wohlan, alter Verführer! Der Cyniker warnt dich — cav_eceinem ...
Die Anhängerschaft an Wagner zahlt sich theuer.Ich beobachte die Jünglinge, die lange seiner Infektionausgesetzt waren. Die nächste, relativ unschuldige Wir-kung ist die des Geschmacks. Wagner wirkt wie einfortgesetzter Gebrauch von Alkohol. Er stumpft ab, erverschleimt den Magen. Spezifische Wirkung: Entartungdes rhythmischen Gefühls. Der Wagnerianer nennt zuletztrhythmisch, was ich selbst, mit einem griechischen Sprüch-wort, „den Sumpf bewegen“ nenne. Schon viel gefähr-licher ist die Verderbniss der Begriffe. Der Jüngling wirdzum Mondkalb, — zum „Idealisten“. Er ist über dieAVissenschaft hinaus; darin steht er auf der Höhe desMeisters. Dagegen macht er den Philosophen; er schreibtBayreuther Blätter; er löst alle Probleme im Namen des