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„Phrasirung“). — Dies Alles sind, ich sage es mit Dank-barkeit, die Besten unter den Verehrern Wagner’s, dieAchtungswürdigsten — sie haben einfach Recht, Wagnernzu verehren. Der gleiche Instinkt verbindet sie mit ein-ander, sie sehen in ihm ihren höchsten Typus, sie fühlensich zur Macht, zur Grossmacht selbst umgewandelt,seit er sie mit seiner eignen Gluth entzündet hat.Hier nämlich, wenn irgendwo, ist der Einfluss Wag-ner’s wirklich wohlthätig gewesen. Noch nie ist indieser Sphäre so viel gedacht, gewollt, gearbeitet worden.Wagner hat allen diesen Künstlern ein neues Ge-wissen eingegeben: was sie jetzt von sich fordern, vonsich erlangen, das haben sie nie vor Wagner von sichgefordert — sie waren früher zu bescheiden dazu. Esherrscht ein andrer Geist am Theater, seit Wagner’s Geistdaselbst herrscht: man verlangt das Schwerste, man tadelthart, man lobt selten, — das Gute, das Ausgezeichnetegilt als Regel. Geschmack thut nicht mehr noth; nichteinmal Stimme. Man singt Wagner nur mit ruinirter, Stimme: das wirkt „dramatisch“. Selb st Begabung istausgeschlossen. Das- espressivo um jeden Preis, wie esdas Wagnerische Ideal, das decade?ice -Ideal verlangt, ver-trägt sich schlecht mit Begabung. Dazu gehört bloss^ Tugend — will sagen Dressur, Automatismus, „Selbst-verleugnung“. Weder Geschmack, noch Stimme, nochBegabung: die B ühne Wagner’s hat nur Eins nöthig —Germanen!... Definition des Germanen: Gehorsamund lange Beine . . . Es ist voll tiefer Bedeutung,dass die Heraufkunft Wagners zeitlich mit der Herauf-kunft des „Reichs“ zusammenfällt: beide Thatsachen be-weisen Ein und Dasselbe — Gehorsam und langeBeine. — Nie ist besser gehorcht, nie besser befohlenworden. Die Wagnerischen Kapellmeister in Sonder-