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8 : Abth. 1, Bd. 8 (1895) Der Fall Wagner [u.a.]
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Phrasirung). Dies Alles sind, ich sage es mit Dank-barkeit, die Besten unter den Verehrern Wagners, dieAchtungswürdigsten sie haben einfach Recht, Wagnernzu verehren. Der gleiche Instinkt verbindet sie mit ein-ander, sie sehen in ihm ihren höchsten Typus, sie fühlensich zur Macht, zur Grossmacht selbst umgewandelt,seit er sie mit seiner eignen Gluth entzündet hat.Hier nämlich, wenn irgendwo, ist der Einfluss Wag-ners wirklich wohlthätig gewesen. Noch nie ist indieser Sphäre so viel gedacht, gewollt, gearbeitet worden.Wagner hat allen diesen Künstlern ein neues Ge-wissen eingegeben: was sie jetzt von sich fordern, vonsich erlangen, das haben sie nie vor Wagner von sichgefordert sie waren früher zu bescheiden dazu. Esherrscht ein andrer Geist am Theater, seit Wagners Geistdaselbst herrscht: man verlangt das Schwerste, man tadelthart, man lobt selten, das Gute, das Ausgezeichnetegilt als Regel. Geschmack thut nicht mehr noth; nichteinmal Stimme. Man singt Wagner nur mit ruinirter, Stimme: das wirktdramatisch. Selb st Begabung istausgeschlossen. Das- espressivo um jeden Preis, wie esdas Wagnerische Ideal, das decade?ice -Ideal verlangt, ver-trägt sich schlecht mit Begabung. Dazu gehört bloss^ Tugend will sagen Dressur, Automatismus,Selbst-verleugnung. Weder Geschmack, noch Stimme, nochBegabung: die B ühne Wagners hat nur Eins nöthigGermanen!... Definition des Germanen: Gehorsamund lange Beine . . . Es ist voll tiefer Bedeutung,dass die Heraufkunft Wagners zeitlich mit der Herauf-kunft desReichs zusammenfällt: beide Thatsachen be-weisen Ein und Dasselbe Gehorsam und langeBeine. Nie ist besser gehorcht, nie besser befohlenworden. Die Wagnerischen Kapellmeister in Sonder-