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ii.
— Ich habe erklärt, wohin Wagner gehört — nichtin die Geschichte der Musik. Was bedeutet er trotzdemin deren Geschichte? Die Herauflcunft des Schau-spielers in der Musik: ein capitales Ereigniss, das zudenken, das vielleicht auch zu fürchten giebt. In Formel:„Wagner und Liszt“. — Noch nie wurde die Recht-schaffenheit der Musiker, ihre „Echtheit“ gleich gefährlichauf die Probe gestellt. Man greift es mit Händen: dergrosse Erfolg, der Massen-Erfolg ist nicht mehr auf Seite / ■'der Echten, — man muss Schauspieler sein, ihn zuhaben! — Victor Hugo und' Richard Wagner — siebedeuten Ein und Dasselbe: dass in Niedergangs-Cul-turen, dass überall, wo den Massen die Entscheidung indie Hände fällt, die Echtheit überflüssig, nachtheilig,zurücksetzend wird. . N ur der Schauspieler weckt noch :die grosse Begeisterung. — Damit kommt für denSchauspieler das goldene Zeitalter herauf, — für ihnund für Alles, was seiner Art verwandt ist. Wagnermarschirt mit Trommeln und Pfeifen an der Spitze allerKünstler des Vortrags, der Darstellung, des Virtuosen-thums; er hat zuerst die Kapellmeister, die Maschinistenund Theatersänger überzeugt. Nicht zu vergessen dieOrchestermusiker: — er „erlöste“ diese von der Langen-weile . . . Die Bewegung, die Wagner schuf, greift selbstin das Gebiet der Erkenntniss über: ganze zugehörigeWissenschaften tauchen langsam aus jahrhundertealterScholastik empor. Ich hebe, um ein Beispiel zu geben,mit Auszeichnung die Verdienste Riemann’s um dieRhythmik hervor, des Ersten, der den Hauptbegriff derInterpunktion auch für die Musik geltend gemacht hat(leider vermittelst eines hässlichen Wortes: er nennt’s
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