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8 : Abth. 1, Bd. 8 (1895) Der Fall Wagner [u.a.]
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cipirt das Weib doch ohne Hoffnung- auf Nach-kommenschaft. Eine Thatsache endlich, die uns fas-sungslos lässt: Parsifal ist der Vater Lohengrins! Wiehat er das gemacht? Muss man sich hier daranerinnern, dassdie Keuschheit Wunder timt? . . .

Wagnerus dixit firincefis in castitate auctoritas.

io.

Anbei noch ein Wort über die Schriften Wagners:sie sind, unter Anderem, eine Schule der Klugheit.Das System von Prozeduren, das Wagner handhabt, istauf hundert andre Fälle anzuwenden, wer Ohren hat,der höre. Vielleicht habe ich einen Anspruch auf öffent-liche Erkenntlichkeit, wenn ich den drei werthvollstenProzeduren einen präcisen Ausdruck gebe.

Alles, was Wagner nicht kann, ist verwerflich.

Wagner könnte noch Vieles: aber er will es nicht,aus Rigorosität im Princip.

Alles, was Wagner kann, wird ihm Niemand nach-machen, hat ihm Keiner vorgemacht, soll ihm Keinernachmachen . . . Wagner ist göttlich . . .

Diese drei Sätze sind die Quintessenz von Wag-nersLitteratur; der Rest istLitteratur.

Nicht jede Musik hat bisher Litteratur nöthiggehabt: man thut gut, hier nach dem zureichenden Grundzu suchen. Ist es, dass Wagners Musik zu schwer ver-ständlich ist? Oder fürchtete er das Umgekehrte, dassman sie zu leicht versteht, dass man sie nichtschwer genug versteht? Thatsächlich hat er seinganzes Leben Einen Satz wiederholt: dass seine Musiknicht nur Musik bedeute! Sondern mehr! Sondernunendlich viel mehr! ...Nicht nur Musik so