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matiker alle seine Kraft ansetzt und oft Blut schwitzt:dem Knoten Notliwendigkeit zu geben und ebensoder Lösung, so dass beide nur auf eine einzige Artmöglich sind, beide den Eindruck der Freiheit machen(Princip des kleinsten Aufwandes von Kraft). Nun, dabeischwitzt Wagner am wenigsten Blut; gewiss ist, dass erfür Knoten und Lösung den kleinsten Aufwand vonKraft macht. Man nehme irgend einen „Knoten“ Wag-ner’s unter das Mikroskop — man wird dabei zu lachenhaben, das verspreche ich. Nichts erheiternder als der'Knoten des Tristan, es müsste denn der Knoten derMeistersinger sein. Wagner ist kein Dramatiker, manlasse sich Nichts vormachen. Er liebte das Wort „Drama“:das ist Alles — er hat immer die schönen Worte geliebt.Das AVort „Drama“ in seinen Schriften ist trotzdem blossein - Missverständnis (— und eine Klugheit: AA^agnerthat immer vornehm gegen das Wort „Oper“ —); unge-fähr wie das AVort „Geist“ im neuen Testament bloss einMissverständnis ist. — Er war schon nicht Psycholog-egenug zum Drama; er wich instinktiv der psychologischenMotivirung aus — womit? damit, dass er immer dieIdiosynkrasie an deren Stelle rückte . . . Sehr modern,nicht wahr? sehr Pariserisch! sehr decadentl . . . DieKnoten, anbei gesagt, die thatsäclilich AA^agner mitHülfe dramatischer Erfindungen zu lösen weiss, sind ganzandrer Art. Ich gebe ein Beispiel. Nehmen wir denFall, dass AA^agner eine Weiberstimme nöthig hat. Einganzer Akt ohne Weiberstimme — das geht nicht!Aber die „Heldinnen“ sind im Augenblick alle nicht frei.AA^as thut Wagner? Er emancipirt das älteste AA^eib derWelt, die Erda: „herauf, alte Grossmutter! Sie müssensingen!“ Erda singt. AVagner’s Absicht ist erreicht.Sofort schafft er die alte Dame wieder ab. ,Wozu kamen
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