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aus ihr zu machen, was er nöthig hatte, eine Theater-Rhetorik, ein Mittel des Ausdrucks, der Gebärden-Ver-stärkung, der Suggestion, des Psjmhologisch-Pittoresken.Wagner dürfte uns hier als Erfinder und Neuerer erstenr Ranges gelten — er hat das Sprachvermögen derMusik in’s Unermessliche vermehrt —: er ist derVictor Hugo der Musik als Sprache. Immer voraus-gesetzt, dass man zuerst gelten lässt, Musik dürfe unterUmständen nicht Musik, sondern Sprache, sondern Werk-zeug, sondern ancilla dramaturgica sein. Wagner’s Musik,nicht vom Theater-Geschmacke, einem sehr tolerantenGeschmacke, in Schutz genommen, ist einfach schlechteMusik, die schechteste überhaupt, die vielleicht gemachtworden ist. Wenn ein Musiker nicht mehr bis dreizählen kann, wird er „dramatisch“, wird er „Wag-nerisch“ . . .
Wagner hat beinahe entdeckt, welche Magie selbstnoch mit einer aufgelösten und gleichsam elemen-t arisch ge machten. Musik ausneübt werden kann. SeinBewusstsein davon geht bis in’s Unheimliche, wie seinInstinkt, die höhere Gesetzlichkeit, den Stil gar nichtnöthig zu haben.. Das Eiernentarische genügt — Klang,Bewegung, Farbe, kurz die Sinnlichkeit der Musik,Wagner rechnet nie als Musiker, von irgend einemMusiker-Gewissen aus:' er will die Wirkung, er willNichts als die Wirkung. Und er kennt das, worauf erzu wirken hat! — Er hat darin die Unbedenklichkeit,die Schiller hatte, die jeder Theatermensch hat, er hatauch dessen Verachtung der Welt, die er sich zu Füssenlegt! . .-. Man ist Schauspieler damit, dass man EineEinsicht vor dem Rest der Menschen voraus hat: wasals wahr wirken soll, darf nicht wahr sein. Der Satz istvon Talma formulirt: er, enthält die ganze Psychologie