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haupt nicht mehr: es ist zusammengesetzt, gerechnet,künstlich, ein Artefakt. —
Bei Wagner steht im Anfang die Hallucination:nicht von Tönen, sondern von Gebärden. Zu ihnen suchter erst die Ton-Semiotik. Will man ihn bewundern, sosehe man ihn hier an der Arbeit: wie er hier trennt, wieer kleine Einheiten gewinnt, wie er diese belebt, heraus-treibt, sichtbar macht. Aber daran erschöpft sich seineKraft: der Rest taugt Nichts. Wie armselig, wie ver-legen, wie laienhaft ist seine Art zu „entwickeln“, seinVersuch, Das, was nicht auseinander gewachsen ist,wenigstens durcheinander zu stecken! Seine Manierendabei erinnern an die auch sonst für Wagner’s Stilheranziehbaren freres de Goncourt: man hat eine ArtErbarmen mit soviel Nothstand. Dass Wagner seineUnfähigkeit zum organischen Gestalten in ein Principverkleidet hat, dass er einen „dramatischen Stil“ statuirt,wo wir bloss sein Unvermögen zum Stil überhauptstatuiren, entspricht einer kühnen Gewohnheit, dieWagnern durch’s ganze Leben begleitet hat: er setzt einPrincip an, wo ihm ein Vermögen fehlt (— sehr ver-schieden hierin, anbei gesagt, vom alten Kant, der eineandre Kühnheit lipbte: nämlich überall, wo ihm einPrincip fehlte, ein „Vermögen“ dafür im Menschen an-zusetzen . . .). Nochmals gesagt: bewunderungswürdig,liebenswürdig ist Wagner nur in der Erfindung desKleinsten, in der Ausdichtung des Details, — man hatalles Recht auf seiner Seite, ihn hier als einen Meisterersten Ranges zu proklamiren, als unsern grösstenMiniaturisten der Musik, der in den kleinsten Raumeine Unendlichkeit von Sinn und Süsse drängt. SeinReichthum an Farben, an Halbschatten, an Heimlich-keiten absterbenden Lichts verwöhnt dergestalt, dass
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