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hat Charakter genug, um nicht verdorben — „erlöst“ zuwerden, wenn er sich als Gott behandelt fühlt: — ercondescendirt alsbald zum Weibe. — Der Mann ist feigevor allem Ewig-Weiblichen: das wissen die Weiblein.— Invielen. Fällen der weiblichen Liebe, und vielleicht geradein den berühmtesten, ist Liebe nur ein feinerer Para-sitismus, ein Sich-Einnisten in eine fremde Seele, mit-unter selbst in ein fremdes Fleisch — ach! wie sehrimmer auf „des Wirthes“ Unkosten! — —
Man kennt das Schicksal Goethe’s im moralinsaurenaltjungfernhaften Deutschland. Er war den Deutschenimmer anstössig, er hat ehrliche Bewunderer nur unterJüdinnen gehabt. Schiller, der „edle“ Schiller, der ihnenmit grossen Worten um die Ohren schlug, — der warnach ihrem Herzen. Was warfen sie Goethen vor? Den . ,„Berg- der Venus“; und dass er venetianische Epigrammegedichtet habe. Schon Klopstock hielt ihm eine Sitten-predigt; es gab eine Zeit, wo Herder, wenn er vonGoethe sprach, mit Vorliebe das Wort „Priap“ gebrauchte.Selbst der Wilhelm Meister galt nur als Symptom desNiedergangs, als jmoraliscb.es „Auf-den-Hund-Ivommen“.
Die „Menagerie von zahmem Vieh“, die „Nichtswürdig-keit“ des Helden darin erzürnte zum Beispiel Niebuhrn:der endlich in eine Klage ausbricht, welche Biterolfhätte absingen können: „Nichts macht leicht einen schmerz-licheren Eindruck, als wenn ein grosser Geist sich seinerFlügel beraubt und seine Virtuosität in etwas weit Gerin-gerem sucht, indem er dem Höheren entsagt“ . . .
Vor Allem aber war die höhere Jungfrau empört: allekleinen Höfe, alle Art „Wartburg“ in Deutschland be-kreuzte sich vor Goethe, vor dem „unsauberen Geist“ inGoethe. — Diese Geschichte hat Wagner in Musikgesetzt. Er erlöst Goethe, das versteht sich von selbst;
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