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es bedenklich. Celsus verbot es dem Redner ganz. Cicerohatte Glück mit den Uebertragungen philosophischer termini.beatitas und beatitudo von ihm gebildet de nat. deor. I 34, 95mit den Worten: utrumque omnino durum, sed usu molliendanobis verba sunt. Sergius Flavius hat ens und essentia ge-bildet, doch beruft sich wegen des zweiten Wortes Senecaep. 58, 6 auf Cicero und Papirius Fabianus. Reatus ist zu-erst von Messalla, munerarius von Augustus aufgebracht,bald im allgemeinen Gebrauch, piratica fanden die LehrerQuintilians noch anstössig. Cicero hielt favor und urbanusfür neu, er tadelte piissimus (von Antonius gebraucht, ganzgebräuchlich in der silbernen Latinität). breviarium stattsummarium erhält in der Zeit Senecas Eingang, obsequiumhielt Cicero für eine Neubildung des Terenz (doch schonbei Plautus und Naevius). Cervix singularisch zuerst vonHortensius. Quintilian giebt dann die Vorschrift: si quidpericulosius finxisse videbimur, quibusdam remediis prae-muniendum est »ut ita dicam«, »si licet dicere«, »quodammodo«, »permittite mihi sic uti«. Nach welchen Gründen sichdie Aufnahme von Neologismen entscheidet, ist nicht zubestimmen. Horaz ars poet. 60 vergleicht den Wandel derWörter mit dem Wechsel des Lebens, ja, es scheint nochwillkürlicher und zufälliger zuzugehen v. 70:
multa renascentur quae iam cecidere, cadentquequae nunc sunt in honore vocabula, si volet usus,quem penes arbitrium est et ius et norma loquendi.
Bei den späteren Griechen überwuchern besonders dieNeubildungen von Compositionen. Lobeck redet darüberim Phrynichos p. 600. Der wunderbare Process einer Aus-wahl der Sprachformen geht immer fort. Man hat ge-funden, dass unter den wilden und rohen VolksstämmenSibiriens, Afrikas und Siams schon zwei oder drei Genera-tionen hinreichen, um das ganze Aussehen ihrer Dialektezu verändern. Missionäre in Centralafrika versuchten dieSprache wilder Stämme niederzuschreiben und machtenSammlungen aller Wörter. Nach zehn Jahren zurück-kehrend, fanden sie dieses Wörterbuch veraltet und un-brauchbar. In litterarischen Zeiten geht es langsamer, doch