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18 : Abth. 3, Philologica ; Bd. 2 (1912) Unveröffentlichtes zur Litteraturgeschichte, Rhetorik und Rhythmik
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von einem einzelnen Choreuten oder einem Cu ybv oderaxoT/o? des Chors vorgetragen, wahrend der Chor dazumarschirte.

Endlich noch die Hypokrisis. Echt antik ist selbst dienähere Verwandtschaft von Gesang und mimischem Tanzmit der Kunst des Redners, zwar so, dass die ausgearteteKunst am meisten damit verwandt ist; doch bis zu einemGrade auch die classische, und jedenfalls viel mehr, als wiruns vorstellen. Dies liegt im Begriff uTtoxpiot?, man ver-langt eine Art Schauspielerkunst vom Redner. WelcherUnterschied zwischen Perikies und Demosthenes. Erstererstand unbewegt da, der umgewickelte Mantel bewahrte dengleichen Faltenwurf, der hohe Ernst der Mienen verzogsich nie zum Lächeln, die Stimme behielt dieselbe Höheund Stärke alles wundersam imponirend bei einem sotiefen und mächtigen Menschen. Demosthenes dagegen be-zeichnet die uicoxpttjt? als das Erste, Zweite und Dritte inder Beredsamkeit; um sie zu erwerben, machte er die selt-samsten und andauernsten Anstrengungen. Namentlichstudirte er bei großen Schauspielern. Seine Kraft undModulation der Stimme, mit welcher er in gewaltigenPerioden den Ton zweimal mäßigen und zweimal bis zumSturm anschwellen ließ. Das blitzschnelle Wechseln vonBitterkeit, Hass, Zorn, Stolz, Wehmuth, und immer so, dassim ganzen Leibe die Seele sichtbar wurde; man verglichseinen Zustand mit dem einer korybantischen Begeisterung.Als auf Rhodos die Rede des Aeschines und die desDemosthenes vom Kranze vorgelesen wurde und die Rhodierbeide, aber noch mehr die des Demosthenes bewunderten,sagte Aeschines: xi os ei aoxou xoui öijptou xa pijp.ax7. ßoäWxo;axrp/.oetxe; Nun denke man an die griechische Beredsamkeitder Finger und des Mienenspiels, an das Stampfen mit demFusse, das Schlagen vor Stirn und Hüfte, das Weinenu. s. w. Die Gefahr der Entartung lag sehr nahe. In derasianischen Beredsamkeit muss die Art des Vortragsdas Gegenstück eines edlen und würdigen Vortrags ge-wesen sein, in der Mitte zwischen Sprechen und Gesangund besonders im Epilog einem Musikstück ähnlich;