dazu üppige und gezierte Mienen und Gesten. Cie. oratorXVIII 57 e Phrygia et Caria rhetorum epilogus paenecanticum.
§ 4.
Prosa und Poesie in ihrem Unterschiede.
Im allgemeinen bezeichnet den Unterschied zwischenProsa und Poesie der Ausdruck Xsysiv xat asiosiv, X6 yos xalrj/jHjr h also nach der Art des Vortrags, aber nur a potiore;denn nicht alle Poesie wurde gesungen. Prosa Xoyo? Xoyo-Ypoc®o? xciTaXo^äoTjV. Später wird uotsiv der Ausdruck fürdie schöpferische Thätigkeit des Dichters-, -oirprßwohl erst durch die Attiker, denen sich Herodot anschliesst,zur Geltung gekommen. Die älteste Zeit kennt nur Aus-drücke wie dsßstv doiooc, peurxsiv «oiotjv, pockoSos, xszxafvso&aid/no 7 jv; in der mittleren Zeit heisst der Dichter auchao©i 3 x 7 j?, d. h. der Meister seiner Kunst, wie bei Pindar,die Dichter häufig ootpoi, doioot. Die epische Poesie alsdie älteste und gefeiertste bekommt speziell die AusdrückeTiotr,pa. Dann ixoisTv gebraucht, um die einzelnenArten zu bezeichnen: s-'uxrjioc sXEYsiomjioc ta^ßoixoid? sm-Ypa|j.;j.o(xo7roidc p.sXo7ioio? xpayipSoitoioc y.(op.ü)8oixoio?; so stetsbei den bessern Schriftstellern. Die Verbindungen mit--•pd©oc sind spät. Denn das Schreiben ist ein wesent-liches Merkmal für den Prosaiker, der für Leser arbeitet;nicht für den Dichter, der an Hörer denkt. Gar nicht ge-bildet hat man smypap.p.ax'jypcc.po;, denn man schrieb sienicht; auch nicht s,im'(pävo:. Die Prosa heisst -iCh; Xoyoc,sie geht zu Fuss; der Dichter ist hoch zu Wagen. DasBild vom Wagen schon Homer bekannt, nach Bergk, daherdie übliche Formel Od. VIII 500 Ivlkv eXwv, »von da aus-fahrend«. Pindar IXa. fahr zu = Xsys. Oft 6Tpp.<x Moiaäv,bei Pindar, auch Empedokles; grossartiger Eingang beiParmenides, wie er, geleitet von den Sonnenjungfrauen,Ross und Wagen zum Tempel der Weisheit hinlenkt. —Eine Geschichte hat das Wort XoyoypoEcpos , Prosaiker.Creuzer, »Ueber die historische Kunst der Griechen«, hates gebraucht für die Historiker vor Herodot. Er beruft