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18 : Abth. 3, Philologica ; Bd. 2 (1912) Unveröffentlichtes zur Litteraturgeschichte, Rhetorik und Rhythmik
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trochäischen Pentametern, die Schenkel heben sich ihm imTanze; Tanz aber ohne Musik bei den Griechen unmöglich.Daher stehen sich häufig gleichgrosse Gruppen gegenüberim symmetrischen, strophenartigen Baue. Nun findensich auch im dramatischen Dialoge gleichgrosse Wort-gruppen, die sich gegenüber stehen. Schon Heliodor hattesie hier und da angewendet, z. B.: Aristophanes Friedenv. 92238 = 956973. Ist dies nun blos das Strebennach Ebenmaass und gleichmässigem Ausdruck parallelerGedankenreihen'? Oder ist die Symmetrie in der Gleichheitder Melodie oder der Begleitung begründet ? Zur An-schauung gebracht im Prometheus von Wecklein, im Senecavon Richter und Peiper, die Frage aufgeworfen von Ritschl,»Der Parallelismus der sieben Redepaare in den Siebengegen Theben«, Opusc. I p. 300. Meine Meinung ist, dasssämmtliche Theile der Tragödie von der Flöte begleitetwurden, aus rhythmischen Gründen, auch in der Komödie.So sagt Cicero von Jamben orat. 55 [184] quae nisi tibicenaccessit orationi sunt solutae simillima. Also meine ich:alle Dialogpartieen begleitet, um den Takt anzugeben, nurein Theil dann gesungen.

Die Elegie wurde ursprünglich gesungen und auch vonder Flöte begleitet; Athen. XIV p. 632 berichtet, bereitsXenophanes, Solon, Theognis, Phocylides, Periander hättenihre Elegieen ohne Melodieen vorgetragen, also declamirt.Doch lässt Plut. Solon 8 den Solon die berühmte ElegieSalamis singen; auch später wurden noch einzelne gesungen:Lucian Timon c. 46.

Tanz. Gesang und Tanz so eng verbunden, daßXopsustv tanzen wie unser »besingen« gebraucht wird.Xopei'a wird von Plat. legg. p. 654 als Vereinigung vonop'/r^i? und ojovj definirt. Ath. I p. 15 nennt den Tanzeine pup/njats tüiv dizb Xs£sojc spp,r ( vsuop.svu>v Trpa'j'p.ct'rouv.Schon Homer kennt die Vereinigung der Künste, z. B. :

Z 571 [.]. Ausgezeichnet ist seit uralten Zeiten Kreta;

dort Thaletas, der die vollkommene Kunst auch in Spartaeinbürgert. Die chorischen Künste der Lyrik setzen jeneVerbindung voraus. Das versteht sich von den Plypor-