4
kunstmässige Behandlung, im Alltagsgespräch ebenso alsin der wesentlich gelehrt-wissenschaftlichen Schrift, die mit-unter seltenen Umständen etwas mit der Kunst zu thun hat.
2. Es giebt drei Hauptgesichtspunkte: A. die Kunst-werke der Sprache selber; B. ihre Wirkungen und ihrPublikum; C. ihre Erzeuger.
In Betreff von A werde ich Sie aufmerksam machen:ob die sprachlichen Kunstwerke in nothwendiger Verbindungstehen mit andern Künsten, mit Musik oder Tanz oderAction oder allen zusammen, ob sie rein und ganz alleinfür sich stehen. Dann welche Arten es giebt; namentlichdie Entstehung einer Kunstprosa soll erklärt werden. Ueberalldie griechische Terminologie. Die Bedeutung der Dialektefür das sprachliche Kunstwerk. Dann der Bau desselben.
In Betreff von B werden wir sehen, welche Kunst-werke auf ganz bestimmte Anlässe entstanden, -welchesic äd verfasst wurden, die verschiedenen Begebenheiten,Feste usw., bei denen die Lust am sprachlichen Kunstwerkhervorbrach. Die Bedeutung der Schrift für die Verbreitung,auch der gelegentliche Kampf gegen die Schrift. Diewesentlichen Gegenströmungen im Publikum. Die Litteraturim Schulunterricht.
In Betreff von C ist von den sozialen Stellungen derDichter und Schriftsteller und Redner zu sprechen, vonihren Auszeichnungen, ihrem Kampf unter einander, überihr Hervor- oder Zurücktreten als Individuen usw. Eben-falls über die Art von litterarhistorischer Mythologie, diesich an sie anknüpft, die Versuche der Fälscher u. s. w.
3. Es wäre möglich, zur Gliederung des Ganzen, diegenannten Rubriken als Kapitelüberschriften zu behandelnund nun unter jedem Capitel die zugehörigen Erscheinungenvom Beginn bis zum Ende der Litteratur zu verfolgen. Oderandererseits die Kunstwerke in historischer Abfolge zu be-schreiben und immer an ihnen auf jene Hauptgesichtspunkteaufmerksam zu machen. Im letzteren Falle lehnen wiruns an die politische und Kulturgeschichte an. Endlichdrittens kann man die Hauptgattungen isoliert betrachtenund auch diese entweder chronologisch-historisch oder im