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18 : Abth. 3, Philologica ; Bd. 2 (1912) Unveröffentlichtes zur Litteraturgeschichte, Rhetorik und Rhythmik
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stammt die Betrachtung »Vom Ursprung der Poesie« in der»fröhlichen Wissenschaft« (Buch II 84) aus der »Litteratur-geschichte«; eine Randnotiz (unten S. 1M9 1 ) bietet den Ent-wurf für die neue Form. In den Vorlesungen über denGottesdienst der Griechen sind einige Blätter religions-wissenschaftlichen Inhalts von späterer Hand Zeile für Zeileso durchkorrigirt, dass sie wörtlich in »Menschliches, Allzu-menschliches« aufgenommen werden konnten. Den Philo-logica ist dann die ältere und einfachere Fassung zuzuweisen.

Der Leser gewinnt hier also vor allem eine Urkunden-sammlung, die ihm ermöglicht, sich ein Urtheil zu bildenüber das Verhältniss zwischen Nietzsches Lebenswerk undseinen Fachstudien. In der »Nietzschelitteratur« ist, so weitmeine Kenntniss reicht, von diesen Dingen wenig die Rede,und die Thyrsosträger, die Nietzsche umschwärmen, fragenvollends nicht, wo ihr neuer Dionysos seine Heimat hatte.Gern werden gewisse abschätzige Aeusserungen Nietzschesüber seine Fachgenossen citirt; »wir Philologen« kommenbei ihm ja gelegentlich schlecht genug weg. Trotzdem: diePhilologie blieb ihm immer eine geistige Grossmacht, dieAntike in dem bisherigen Werdegang menschlichen Wesensder »klassische« Höhepunkt, von dem aus sich der Blick ineine bessere Zukunft aufthut. »Die beiden grossen Gegne-rinnen allen Aberglaubens, Philologie und Medizin« soheisst es noch in einem der radikalsten Werke jener Jahre, indenen für ihn die Götzen- und Götterdämmerung anbrach,und auf der letzten Seite der Aufzeichnungen aus der Um-wertungszeit (Werke, Band XIII) steht als Schlussstein derSatz: »Bisher, nach langer kosmopolitischer Umschau, derGrieche als Mensch, der es am weitesten brachte.«

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Die Frage, ob das .Vorgetragene gesichert ist oderaufder sehr wandelbaren »Höhe der modernen Forschung« steht,war bei der Auswahl nicht maassgebend. Der Fachmannwird ziemlich bei jedem Capitel seine Vorbehalte zu machenhaben. So werden die Hypothesen über die Fälschungder Hesiodea schwerlich viele Anhänger finden. Die An-