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18 : Abth. 3, Philologica ; Bd. 2 (1912) Unveröffentlichtes zur Litteraturgeschichte, Rhetorik und Rhythmik
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lesung. Im zweiten Bande hab ich soweit das der ver-fügbare Raum zuliess Alles vereinigt, was in die alteLitteraturgeschichte, Rhetorik und Rhythmik einschlägt; derdritte wird Beiträge zur alten Religion und Philosophie,Miszellen und Nachträge, sowie das von W. Nestle her-gestellte Register bringen. Dass die Bände so eine ge-wisse stoffliche Einheit gewinnen, scheint mir erwünscht.

Die Abschriften Holzers wurden vor den Originalennachgeprüft. Nicht überall ist zu einer sicheren Lesungzu kommen, ja, es giebt, besonders in den Randnotizen,nicht wenige Stellen, die ebenso räthselhaft sind, wie dieflüchtigen Kursivzüge eines griechischen Papyrus.

Am lückenlosesten waren die Beiträge zur antikenRhythmik und der dritte Theil der Litteraturgeschichte vonHolzer kopirt. Andre Abschriften (vor Allem die zumersten Abschnitt der Litteraturgeschichte und zum Gottes-dienst der Griechen) mussten vielfach ergänzt werden. Sohat Holzer den Abschnitt über die griechischen Tragikerallem Anscheine nach zu unterdrücken beabsichtigt, wohlmit Rücksicht darauf, dass der erste Band eine verwandteVorlesung bringt; ich meinte wenigstens einige Probenbringen zu sollen, die für Nietzsche selbst wie für die Ge-dankengemeinschaft zwischen ihm und Rohde charakteristischsind. Die ergänzenden Abschriften sind unter meiner Auf-sicht von Studirenden angefertigt.

Die Orthographie wurde ebensowenig modernisirt undausgeglichen wie im ersten Bande. Die in den spätemSchriften Nietzsches so auffällig hervortretende Neigung, zu-sammengesetzte Wörter mit Bindestrich zu schreiben und da-durch den Einzelbestandtheilen grösseren Nachdruck zu ver-leihen 1 ), tritt schon hier sporadisch auf; es wäre sinnlos, der-gleichen einheitlich zu regeln. Auch das stete Schwanken inder Schreibung der antiken Namen wurde beibehalten. Diesekleinen Unregelmässigkeiten beseitigen, hiesse oft ein be-scheidenes Stück individuellen Lebens vernichten. WennNietzsche mit freiem Zuge schreibt und sich dem Stoffe

') Im Zarathustra liest man Wasser-Röhren, Trübsal-Blasen, Sich-Wieder-Zugehören.