Vorwort.
Der Herausgeber des ersten Bandes der Philologica,Ernst Holzer, sollte die Aufgabe, die er nach langemZaudern schliesslich mit festem Griff angepackt hatte, nichtmehr zu Ende führen. Die Sorge um sein Lieblingswerkbegleitete ihn aufs Krankenlager. Der letzte Gruss desFreundes, der mich erreichte, klang in dem Wunsch aus,ich möge hier für ihn eintreten; die Hauptarbeit sei gethan.
Eben jähren sich zum zweitenmal die Tage, die michbei der Ordnung seines Nachlasses in Ulm mit FrauDr. Förster-Nietzsche zusammenführten. Es fanden sichin der That umfängliche und saubere, wenn auch nichtdruckfertige Abschriften der meisten Stücke von HolzersHand auf seinem Schreibtisch.
Dass die Auswahl aus dem überreichen Material zweck-mässig getroffen war, bestätigte sich bei einer Nachprüfungder Originalhefte. Mancherlei Fragen und Räthsel, an denenNietzsche’s Aufzeichnungen nicht arm sind, hatte ich mitHolzer — in anregenden Stunden, die wir zwischen diesenPhilologica und Bruckner’s Symphonieen zu theilenpflegten — mündlich durchgesprochen und auch brieflichverhandelt. So glaubt’ ich hinreichend orientirt zu sein,um die Ausgabe im Sinne Holzers unter Dach und.Fachzu bringen.
Für den Schlussband hat Prof. Dr. W. Nestle inStuttgart seine Hilfe zugesagt; das Manuscript ist fertigund der Druck schon eingeleitet.
Der erste Band umfasste ausser den von Nietzscheselbst veröffentlichten Arbeiten Proben aus einer ex-egetischen und einer einführenden (encyklopädischen) Vor-