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— liörst du’s nicht, wie sie heimlich, schrecklich,herzlich zu dir redet, die alte tiefe tiefe Mitternacht?
Oh Mensch, gieb Acht!
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4 -
Wehe mir! Wo ist die Zeit hin? Sank ich nicht intiefe Brunnen? Die Welt schläft —
Ach! Ach! Der Hund heult, der Mond scheint.Lieber will ich sterben, sterben, als euch sagen, wasmein Mitternachts-Herz eben denkt.
Nun starb ich schon. Es ist dahin. Spinne, wasspinnst du um mich? Willst du Blut? Ach! Ach! DerThau fällt, die Stunde kommt —
— die Stunde, wo mich fröstelt und friert, die fragtund fragt und fragt: „wer hat Herz genug dazu?
— wer soll der Erde Herr sein? Wer will sagen:so sollt ihr laufen, ihr grossen und kleinen Ströme!“
— die Stunde naht: oh Mensch, du höherer Mensch,gieb Acht! diese Rede ist für feine Ohren, für deineOhren — was spricht die tiefe Mitternacht?
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5 -
Es trägt mich dahin, meine Seele tanzt. Tagewerk!Tagewerk! Wer soll der Erde Herr sein?
Der Mond ist kühl, der Wind schweigt. Ach! Ach 1Flogt ihr schon hoch genug? Ihr tanztet: aber ein Beinist doch kein Flügel.
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Nietzsche, Werke Band VI.
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