t
%
sich aufgemacht, und Manche lernten fragen: wer istZarathustra?
Und wem du jemals dein Lied und deinen Honig in’sOhr geträufelt: alle die Versteckten, die Einsiedler, dieZweisiedler sprachen mit Einem Male zu ihrem Herzen:
„Lebt Zarathustra noch? Es lohnt sich nicht mehrzu leben, Alles ist gleich, Alles ist umsonst: oder —-wir müssen mit Zarathustra leben!“
„Warum kommt er nicht, der sich so lange an-kündigte? also fragen Viele; verschlang ihn die Ein-samkeit? Oder sollen wir wohl zu ihm kommen?“
Nun geschieht’s, dass die Einsamkeit selber mürbewird und zerbricht, einem Grabe gleich, das zerbrichtund seine Todten nicht mehr halten kann. Überall siehtman Auferstandene.
Nun steigen und steigen die Wellen um deinenBerg, oh Zarathustra. Und wie hoch auch deine Llöheist, Viele müssen zu dir hinauf; dein Nachen soll nichtlange mehr im Trocknen sitzen.
Und dass wir Verzweifelnde jetzt in deine Höhlekamen und schon nicht mehr verzweifeln: ein Wahr-und Vorzeichen ist es nur, davon dass Bessere zu dirunterwegs sind, —
— denn er selber ist zu dir unterwegs, der letzteRest Gottes unter Menschen, das ist: alle die Menschender grossen Sehnsucht, des grossen Ekels, des grossenÜberdrusses,
— Alle, die nicht leben wollen, oder sie lernenwieder hoffen — oder sie lernen von dir, oh Zara-thustra, die grosse LIofFnung!“
V=
J
409