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Mittags.
— Und Zarathustra lief und lief und fand Nie-manden mehr und war allein und fand immer wiedersich und genoss und schlürfte seine Einsamkeit unddachte an gute Dinge, — stundenlang. Um die Stundedes Mittags aber, als die Sonne gerade über Zara-thustra’s Haupte stand, kam er an einem alten krummenund knorrichten Baume vorbei, der von der reichenLiebe eines Weinstocks rings umarmt und vor sichselber verborgen war: von dem hiengen gelbe Traubenin Fülle dem Wandernden entgegen. Da gelüstete ihn,einen kleinen Durst zu löschen und sich eine Traubeabzubrechen; als er aber schon den Arm dazu aus-streckte, da gelüstete ihn etwas Anderes noch mehr:nämlich sich neben den Baum niederzulegen, um dieStunde des vollkommnen Mittags, und zu schlafen.
Diess that Zarathustra; und sobald er auf demBoden lag, in der Stille und Heimlichkeit des buntenGrases, hatte er auch schon seinen kleinen Durst ver-gessen und schlief ein. Denn, wie das SprichwortZarathustra’s sagt: Eins ist notliwendiger als das Andre.
Nur dass seine Augen offen blieben: — sie wurdennämlich nicht satt, den Baum und die Liebe des Wein-
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