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Also sprach Zarathustra : ein Buch für alle und keinen
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Wie! sprach er, geschahen nicht von je die lächer-lichsten Dinge bei uns alten Einsiedlern und Heiligen?

Wahrlich, meine Thorheit wuchs hoch in denBergen! Nun höre ich sechs alte Narren-Beine hintereinander her klappern!

Darf aber Zarathustra sich wohl vor einem Schattenfürchten ? Auch dünkt mich zu guterletzt, dass er längereBeine hat als ich.

Also sprach Zarathustra, lachend mit Augen undEingeweiden, blieb stehen und drehte sich schnellherum und siehe, fast warf er dabei seinen Nach-folger und Schatten zu Boden: so dicht schon folgte ihmderselbe auf den Fersen, und so schwach war er auch.

Als er ihn nämlich mit Augen prüfte, erschrak er wievor einem plötzlichen Gespenster so dünn, schwärzlich,hohl und überlebt sah dieser Nachfolger aus.

Wer bist du? fragte Zarathustra heftig, was treibstdu hier? Und wesshalb heissest du dich meinen Schatten?

Du gefällst mir nicht.

Vergieb mir, antwortete der Schatten, dass ichs bin;und wenn ich dir nicht gefalle, wohlan, oh Zarathustra!darin lobe ich dich und deinen guten Geschmack.

Ein Wanderer bin ich, der viel schon hinter deinenFersen her gieng: immer unterwegs, aber ohne Ziel,auch ohne Heim: also dass mir wahrlich wenig zumewigen Juden fehlt, es sei denn, dass ich nicht ewig,und auch nicht Jude bin.

Wie? Muss ich immerdar unterwegs sein? Vonjedem Winde gewirbelt, unstät, fortgetrieben? Oh Erde,du wardst mir zu rund!

V J

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