Einen grossen Menschen wollte ich vorstellen undüberredete Viele: aber diese Lüge gieng über meineKraft. An ihr zerbreche ich.
Oh Zarathustra, Alles ist Lüge an mir; aber dass ichzerbreche — diess mein Zerbrechen ist acht!“ —
„Es ehrt dich, sprach Zarathustra düster und zurSeite niederblickend, es ehrt dich, dass du nach Grössesuchtest, aber es verräth dich auch. Du bist nicht gross.
Du schlimmer alter Zauberer, das ist dein Bestesund Redlichstes, was ich an dir ehre, dass du deiner jmüde wurdest und es aussprachst: „ich bin nicht gross.“Darin ehre ich dich als einen Büsser des Geistes:und wenn auch nur für einen Hauch und Husch, diesenEinen Augenblick warst du — ächt.
Aber sprich, was suchst du hier in meinenWäldern und Felsen? Und wenn du mir dich in denWeg legtest, welche Probe wolltest du von mir? —
— wes versuchtest du mich?“ —
Also sprach Zarathustra, und seine Augen funkelten.
Der alte Zauberer schwieg eine Weile, dann sagte er:„Versuchte ich dich? Ich — suche nur.
Oh Zarathustra, ich suche einen Ächten, Rechten,Einfachen, Eindeutigen, einen Menschen aller Redlich-keit, ein Gefäss der Weisheit, einen Heiligen der Er-kenntniss, einen grossen Menschen!
AVeisst du es denn nicht, oh Zarathustra? Ich ■suche Zarathustra.“
— Und hier entstand ein langes Stillschweigenzwischen Beiden; Zarathustra aber versank tief hinein in
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