^==- ' A
sich selber, also dass er die Augen schloss. Dann aber,zu seinem Unterredner zurückkehrend, ergriff er die Handdes Zauberers und sprach, voller Artigkeit und Arglist:
„Wohlan! Dort hinauf führt der Weg, da liegt dieHöhle Zarathustra’s. In ihr darfst du suchen, wen dufinden möchtest.
Und frage meine Thiere um Rath, meinen Adlerund meine Schlange: die sollen dir suchen helfen.Meine Höhle aber ist gross.
Ich selber freilich — ich sah noch keinen grossenMenschen. Was gross ist, dafür ist das Auge derFeinsten heute grob. Es ist das Reich des Pöbels.
So Manchen fand ich schon, der streckte und blähtesich, und das Volk schrie: „Seht da, einen grossenMenschen!“ Aber was helfen alle Blasebälge! Zuletztfährt der Wind heraus.
Zuletzt platzt ein Frosch, der sich zu lange auf blies:da fährt der Wind heraus. ■ Einem Geschwollnen in denBauch stechen, das heisse ich eine brave Kurzweil.
Hört das, ihr Knaben!
Diess Heute ist des Pöbels: wer weiss da noch,was gross, was klein ist! Wer suchte da mit Glücknach Grösse! Ein Narr allein: den Narren glückt’s.
Du suchst nach grossen Menschen, du wunderlicherNarr? Wer lehrte’s dich? Ist heute dazu die Zeit? Ohdu schlimmer Sucher, was — versuchst du mich?“-
Also sprach Zarathustra, getrösteten Plerzens, undgieng lachend seines Wegs fürbass.
*
* *
i - - J
374