f
Abgrund-Gründlinge zu dem boshaftigsten aller Men-schen-Fischfänger.
Der nämlich bin ich von Grund und Anbeginn,ziehend, heranziehend, hinaufziehend, aufziehend, einZieher, Züchter und Zuchtmeister, der sich nicht um-sonst einstmals zusprach: „Werde, der du bist!“
Also mögen nunmehr die Menschen zu mir hinaufkommen: denn noch warte ich der Zeichen, dass es Zeitsei zu meinem Niedergange, noch gehe ich selber nichtunter, wie ich muss, unter Menschen.
Dazu warte ich hier, listig und spöttisch auf hohenBergen, kein Ungeduldiger, kein Geduldiger, vielmehrEiner, der auch die Geduld verlernt hat, — weil ernicht mehr „duldet“.
Mein Schicksal nämlich lässt mir Zeit: es vergassmich wohl? Oder sitzt es hinter einem grossen Steineim Schatten und fängt Fliegen?
Und wahrlich, ich bin ihm gut darob, meinem ewigenSchicksale, dass es mich nicht hetzt und drängt und mirZeit zu Possen lässt und Bosheiten: also dass ich heutezu einem Fischfänge auf diesen hohen Berg stieg.
Fieng wohl je ein Mensch auf hohen BergenFische? Und wenn es auch eine Thorheit ist, was ichhier oben will und treibe: besser noch Diess, als dassich da unten feierlich würde vor Warten und grün undgelb —
— ein gespreitzter Zornschnauber vor Warten, einheiliger Heule-Sturm aus Bergen, ein Ungeduldiger, derin die Thäler hinab ruft: „Hört, oder ich peitsche euchmit der Geissei Gottes!“
J
346